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Mittwoch, 13.12.2017
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Kermit & Co. vom Aussterben bedroht

Amphibiengipfel diskutiert Schutzmaßnahmen für Frösche, Kröten und Salamander

Etwa ein Drittel aller Amphibien weltweit ist akut vom Aussterben bedroht, dies berichtet die Naturschutzorganisation WWF auf der Basis einer Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). Vom 24. bis zum 25. September trafen sich in Washington Amphibienforscher aus der ganzen Welt zum „Amphibiengipfel“ (Global Amphibian Assessment), um Maßnahmen gegen den Artenschwund zu diskutieren.
Australischer Grabfrosch

Australischer Grabfrosch

„Das sind leider mehr als Unkenrufe“, sagte WWF-Artenschützer Stefan Ziegler. „In den vergangenen 30 Jahren haben wir bereits 34 Arten für immer verloren, über hundert weitere sind so lange nicht mehr aufgetaucht, dass wir das Schlimmste befürchten müssen.“

Auf internationaler Ebene wird inzwischen darüber nachgedacht, ein Rettungsprogramm aufzulegen. Dabei sollen Tiere in Gefangenschaft nachgezüchtet und anschließend ausgewildert werden. Der WWF mahnte konkrete Hilfspläne für die bislang 5.743 bekannten Blindwühlen, Frosch- und Schwanzlurche an, die gemeinsam die Klasse der Amphibien bilden.

Unter den in Deutschland heimischen 20 Amphibienarten steht die Rotbauchunke ganz oben auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Hauptursachen sind das Verschwinden von Laichgewässern und der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in der Landwirtschaft. Hinzu kommen Umweltverschmutzung und zunehmend Erkrankungen wie Pilzbefall. Zusätzlich werden durch landwirtschaftliche Mähmaschinen jedes Jahr Amphibien in Massen getötet.


„Wenn wir Frösche, Kröten und Salamander dauerhaft schützen wollen, müssen wir ihre Lebensräume wieder erweitern“, fordert WWF-Experte Ziegler. „Besonders wichtig sind Laichgewässer. Außerdem brauchen wir eine umweltfreundliche Landwirtschaft, die nicht nur den Amphibien zugute käme.“ Daneben könne die Ausweisung von Schutzgebieten nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) dazu beitragen, dass sich der Bestand erhole.
(WWF, 26.09.2005 - NPO)
 
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