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Montag, 27.03.2017
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Katastrophenvorsorge effektiver als Nachsorge

Flutwarnsysteme und Zyklonenschutzzonen helfen Geld einsparen

Die Prävention von Naturkatastrophen muss laut einer Studie der Hilfsorganisation Tearfund nicht teuer sein. Zudem ist sie sogar häufig effektiver als die Hilfe danach. Westliche Regierungen und andere internationale Hilfsorganisationen müssen für die nachträgliche Unterstützung wesentlich mehr Geld ausgeben, als im Vorfeld zur Verminderung der Schäden nötig gewesen wäre. Bessere Flutwarnsysteme oder Zyklonschutzzonen könnten gerade in den ärmeren Ländern helfen, Schäden und Kosten zu verringern.
"Es muss ein Umdenken der Art und Weise der Katastrophenhilfe geben", so die Autorin der Studie Sarah La Trobe. Das Abwerfen von Hilfspaketen aus Flugzeugen und das Herausholen von Menschen aus Trümmerfeldern seien schon lange nicht mehr ausreichend. Die Expertin fordert konkrete Maßnahmen wie etwa die Errichtung von Flutwarnsystemen und Zyklonschutzzonen in der Bengalischen Bucht, Evakuierungswege und Warnsysteme in Dörfern im indischen Staat Bihar, einem Gebiet, das jährlich von heftigen Überflutungen heimgesucht wird, oder finanzielle Hilfe zur Errichtung höher gelegener Häuser in armen Küstendörfern in Honduras.

Katastrophenvorsorge ist, so La Trobe, nicht notwendigerweise teurer: Daher sollten westliche Regierungen sollten in den ärmeren Ländern schon vorher dafür Sorge tragen, dass die Schäden durch Naturereignisse so gering wie möglich bleiben, erklärte die Organisation in dem nun veröffentlichten Report "Before Disaster strikes".

Der Bericht der Hilfsorganisation nimmt Bezug auf die drohenden Gefahren durch die Zunahme von schweren Niederschlägen und steigende Meeresspiegel. Bis 2025 werden 98 Prozent der Opfer von Naturkatastrophen in den Ländern der Dritten Welt zu finden sein. Naturkatastrophen wie die Überschwemmungen in Mosambik im Jahr 2000 oder aber auch Erdbeben wie das im iranischen Bam, das 30.000 Menschenleben forderte, nehmen zu, meint die Autorin. Bei westlichen Regierungen sei es immer noch gang und gäbe eher "Wunden zu verbinden" anstatt "Unfälle zu verhindern", kritisiert die Hilfsorganisation. Umgekehrt sei das Interesse der wichtigsten Spendengeber inklusive der UNO, der EU, den USA und Kanada groß, erklärt La Trobe in einer ersten Stellungnahme im Vorfeld des Berichts.
(Pressetext Europe, 19.02.2004 - AHE)
 
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