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Montag, 23.01.2017
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Luftballons krebserregend

Greenpeace weist giftiges Nitrosamin nach

Greenpeace hat in 17 von 21 untersuchten Kinder- und Partyballons hohe Konzentrationen der Krebs erzeugenden Nitrosamine festgestellt. Rückstandsfrei war keiner der getesteten Ballons. Die Untersuchung zeigt auch, dass die Giftstoffe beim Aufblasen der Ballons leicht über den Mund aufgenommen und verschluckt werden können. Nitrosamine gehören zu den stärksten bekannten Krebs auslösenden Stoffen beim Menschen und können vor allem Leber- und Magentumore erzeugen.
Luftballons

Luftballons

"Den Karnevalisten rate ich, nur Ballons zu verwenden, die in unserem Test gering belastet waren", sagt Greenpeace Chemie-Experte Manfred Krautter. "Kinder sollten zum Aufpusten nur Luftballonpumpen verwenden und Ballons nicht in den Mund nehmen. Der Handel sollte eventuell belastete Ballons zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten." Greenpeace forderte Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) auf, Rückstände von Nitrosaminen in Spielzeug umgehend zu verbieten.

81 Prozent der untersuchten Ballons überschreiten deutlich den vom Bundesinstitut für Risikobewertung und -kommunikation (BfR) empfohlenen Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Kilogramm Ballonmasse (bis zum 46-fachen). Die am stärksten belasteten Ballons waren "Funny Farm" von Karstadt (464 Mikrogramm) und "everts" von Woolworth (245 Mikrogramm). Geringer belastet waren Ballons der Handelsketten Schlecker und dm. Die untersuchten Ballons stammen aus großen Kaufhäusern, Spielwarengeschäften, Drogeriemärkten und von McDonald's. Alle Luftballons wurden von zwei Speziallabors untersucht.

Seit den sechziger Jahren ist bekannt, dass Nitrosamine beim Vulkanisieren von Gummiprodukten entstehen können. Für Babysauger aus Kautschuk oder Lebensmittel gibt es deswegen scharfe Grenzwerte. Diese gibt es jedoch nicht für Luftballons, obwohl laut BfR beim Aufblasen oder Lutschen gerade Kinder erhebliche Mengen Nitrosamine aufnehmen könnten.
(Greenpeace, 18.02.2004 - AHE)
 
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