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Freitag, 10.02.2012
Mehr Stammzellen durch Sport
Training kurbelt körpereigene Produktion an
Regelmäßiger Sport nach einem Herzinfarkt fördert die Entstehung von körpereigenen Stammzellen, die für die Regeneration von Gefäßen und Muskeln sorgen. Das haben deutsche Forscher jetzt im Tierexperiment nachgewiesen. Wie die Wissenschaftler auf dem zurzeit laufenden Europäischen Kardiologenkongress ESC in Stockholm weiter berichteten, sollen nun weitere Studien zeigen, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind und einen therapeutischen Nutzen für Herzkranke haben.

Stammzellen
Stammzellen
© NIH
"Unsere Untersuchung zeigt, dass regelmäßige körperliche Betätigung bei chronischem Myokard-Infarkt im Tiermodell die Ausschüttung von speziellen Stammzellen aus dem Knochenmark fördert", berichtete Dr. Axel Linke vom Herzzentrum Leipzig.

In der Arbeit der Leipziger Forscher geht es um so genannte endotheliale Vorläuferzellen (EPC), die für die Gefäßerneuerung nach einem Herzinfarkt sorgen, und um Stammzellen, die für den Wiederaufbau der Skelettmuskulatur verantwortlich sind.

Bei Ratten mit chronischem Herzinfarkt, die sich täglich eine Stunde auf einem Laufrad bewegten, beobachteten die Wissenschafter eine vier- bis siebenfach höhere Ausschüttung dieser Stammzellen als bei deren bewegungsarmen Artgenossen. Eine genaue Gewebeanalyse soll jetzt zeigen, in welchem Ausmaß die durch Bewegung gezielt geförderte Stammzellen-Ausschüttung die Regeneration von Organen und Gewebe, insbesondere im durch den Infarkt geschädigten Herzmuskel, unterstützt.

"Der positive langfristige Einfluss körperlichen Trainings auf die Endothelfunktion wurde inzwischen von verschiedenen Forschergruppen weltweit beschrieben. Die Ergebnisse dieser Arbeiten können interessante neue Forschungsimpulse für die Weiterentwicklung der Therapie nach einem Herzinfarkt liefern", kommentiert der Sprecher der Deutschen Kardiologengesellschaft Professor Dr. Eckart Fleck die aktuellen Diskussionen in Stockholm.
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