• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Sonntag, 26.03.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Patienten: Kein Vertrauen in die „Schulmedizin“

Mehr als 60 Prozent wünschen Kombinationsbehandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin

Zwei von drei Deutschen würden sich im Krankheitsfall am liebsten durch eine Kombination von Schulmedizin und Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) behandeln lassen. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach, nach der sich aktuell 61 Prozent aller Bundesbürger für eine solche Kombinationsbehandlung entscheiden würden.
Tabletten

Tabletten

Dagegen, so ein weiteres Ergebnis der Anfang September veröffentlichten Erhebung, bevorzugen lediglich 18 Prozent eine rein schulmedizinische Behandlung.

Die Allensbach-Studie liefert auch Hinweise darauf, dass der Trend zu TCM mehr als eine Mode ist, denn die Zahl der Befürworter der so genannten Integrativen Medizin liegt bei TCM-erfahrenen Patienten mit 89 Prozent noch mal deutlich höher.

Professor Dr. Gustav Dobos von der Universitätsklinik in Essen, Inhaber des einzigen deutschen Lehrstuhls für Naturheilkunde mit dem Schwerpunkt für Traditionelle Chinesische Medizin: "Das Ergebnis spricht dafür, dass offensichtlich die überwiegende Mehrzahl der mit TCM behandelten Personen mit der Wirkung der Therapie zufrieden sind. Die Tatsache, dass die übergroße Mehrheit parallel auf schulmedizinische Methoden setzt, ist ein Beleg für den bedarfs- und patientenorientierten Ansatz der Integrativen Medizin, die den Kranken aus beiden "Schulen" das nachweislich Beste zugänglich macht." Das lasse sich auch an den steigenden Patientenzahlen ablesen, die die Ambulanz für chinesische Medizin am Lehrstuhl für Naturheilkunde in Essen aufsuchen.


Mit der Frage, ob und wie sich Integrative Medizin vor diesem Hintergrund in das deutsche Gesundheitssystem und in die westliche Schulmedizin einbauen lässt, beschäftigt sich Professor Dobos, dessen Lehrstuhl von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wird, in einem Vortrag beim 20. Jahrestag der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM), die in diesem Jahr an der Universitätsklinik in Essen stattfindet.

Neben dem Schwerpunkt "Traditionelle Chinesischen Medizin" werden auf der Jahrestagung der DCGM, die vom 8. bis 9. September 2005 stattfindet, unter Leitung Themen wie Transplantationsmedizin oder Aspekte der viralen Hepatitis intensiv diskutiert.
(Universitätsklinik Essen, 05.09.2005 - DLO)
 
Printer IconShare Icon