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Freitag, 10.02.2012
Bald weniger CO2-Emissionen?
WWF fordert Wechsel zu sauberen Energien
Dürre und Waldbrände im Mittelmeerraum und gewaltige Überflutungen von der Schweiz bis nach Rumänien: Europa wird in diesem Sommer von Naturkatastrophen schwer gebeutelt. Um die Folgen des Klimawandels in den Griff zu bekommen, fordert der WWF, den Ausstoß an Treibhausgasen möglichst schnell zu reduzieren.

Treibhausgasemissionen
Treibhausgasemissionen
© IMSI MasterClips
Insbesondere im Stromsektor sei ein Umstieg auf emissionsarme Energien dringend geboten. In Deutschland wird mehr als 50 Prozent des Stroms in Stein- und Braunkohlekraftwerken produziert. Weltweit strömen rund 37 Prozent des Kohlendioxids aus den Schloten der Kraftwerke.

Der WWF kritisiert, dass insbesondere Konzerne wie RWE und EON zu wenig tun, um hieran etwas zu ändern. Stattdessen planen sie sogar neue Kohlekraftwerke. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der WWF jetzt eine E-Mail Aktion gestartet. Über ihre Internetseite www.wwf.de fordern die Umweltschützer die Vorstandvorsitzenden der Energiekonzerne auf, beim den anstehenden Investitionsentscheidungen auf neue Kohlekraftwerke zu verzichten. „Es ist dringend erforderlich, in diesem Bereich den Hebel anzusetzen und auf saubere Energie umzuschalten“, unterstreicht Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland.

Als wichtigstes Instrument in Sachen Klimaschutz betrachtet der WWF das europäische Emissionshandelssystem. Damit wurde erstmals der Ausstoß von Klimagasen absolut begrenzt. Blasen die Unternehmen mehr CO2 in die Luft als ihnen im Rahmen dieses Systems zugebilligt wurde, müssen sie von anderen Unternehmen zusätzliche Verschmutzungszertifikate kaufen. Dadurch bekommt die Umweltverschmutzung einen Preis und Investitionen in Klimaschutz zahlen sich auch finanziell aus. Derzeit starten die Verhandlungen über die Vergabe der nächsten Emissionszertifikate.

Zusätzlich zur Reduktion der Treibhausgase fordert der WWF die Wiederbelebung natürlicher Überflutungsflächen, um sich gegen künftige Fluten besser zu wappnen. „Man darf jetzt nicht den Fehler begehen, sich allein auf höhere Deiche und technische Schutzmaßnahmen zu verlassen“, betont Georg Rast, Hochwasserexperte beim WWF Deutschland. Angesichts der Häufung von ungewöhnlich hohen Niederschlägen, extremen Abflüssen und Rekordpegelständen müssten alle Hochwasserkonzepte neu auf den Prüfstand.
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