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Donnerstag, 09.02.2012
Mit dem Laser auf Ölsuche
Neue Analysemethode identifiziert organische Ablagerungen im Untergrund
Nach wie vor ist Erdöl einer der wichtigsten Rohstoffe zur Energieerzeugung. Doch neue Quellen zu erschließen ist aufwändig und teuer. Deutsche und australischen Wissenschaftler haben nun gemeinsam eine neue Methode entwickelt, um organische Ablagerungen im Untergrund aufspüren und analysieren zu können.

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und das australische CSIRO Petroleum (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation), arbeiten dafür in einem dreijährigen Forschungsprojekt zusammen. Ziel ist es, organische Einschlüsse in Gesteinsproben mit Hilfe der Lasertechnik schnell und preiswert zu analysieren. Dabei werden winzige Mengen einer Gesteinsprobe mit dem Laserstrahl "beschossen". Das Material verdampft und die Analyse der dabei freigesetzten Gase kann Aufschlüsse über die Qualität des eingeschlossenen Öls geben.

Anhand der gemeinsamen Experimente soll die Analyse von Spuren organischen Materials in Gestein genauer werden. Durch ein besseres Verständnis des Ölpotenzials verschiedener organischen Materialien soll letztendlich die Ölprognose einfacher werden. Eine schnelle und qualitativ hochwertige Analyse führt zu einer besseren Voraussage des optimalen Bohrungsortes.

Diese analytische Mikropyrolyse hat weitere vielseitige Anwendungsfelder, wie das LZH und CSIRO Petroleum demonstrieren. So kann zum Beispiel das Laserschneiden von Kunststoffen optimiert werden, Mikrofossile "geknackt" und charakterisiert sowie Tatortspuren für die Forensik hochgenau analysiert werden. Die Kooperation wird vom Internationalen Büro des BMBF mit Unterstützung durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gefördert.
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