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Donnerstag, 19.10.2017
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Energiekrise sorgt für Geburtenrückgang

Ohne fossile Brennstoffe weniger Nachwuchs

Mit dem Ende der fossilen Brennstoffe in den folgenden Dekaden wird nach Ansicht der US-Forscherin Virginia Abernethy auch die Geburtenrate auf der Welt zurückgehen. Der Verlust von Öl und Gas wird die Weltwirtschaft extrem hart treffen und könnte dazu führen, dass weniger Menschen heiraten und Kinder kriegen.
Forscher gehen davon aus, dass von heute bis 2050 die Zahl der Erdbewohner von derzeit 6,3 Milliarden auf neun Milliarden empor schnellen könnte. "Die Verfügbarkeit von Energie ist ein wesentlicher Faktor für das Bevölkerungswachstum", so die Forscherin. "Im modernen Kontext steuert der Energieverbrauch pro Kopf die wirtschaftliche Aktivität." In weiterer Folge würde ein Abnehmen der Energie zu einer Depression führen, die sich dann negativ auf die Fruchtbarkeitsrate auswirke. Nach Ansicht der Forscherin sind nämlich die fossilen Brennstoffe fundamental mit der wirtschaftlichen Aktivität verbunden.

Die Expertin sieht die fossilen Brennstoffen Öl und Gas nicht nur die Primärenergiequellen für Heizung, Kochen und Transport, sondern auch als Lieferanten zahlreicher Produkte des täglichen Bedarfs, die aus Erdöl hergestellt werden wie etwa Kunststoffe, Pestizide und Düngemittel. "Erdöl kann nicht so einfach und schnell ersetzt werden", meint die Forscherin. Dadurch würde als erstes auch die agrarische Kapazität verloren gehen und die Preise für Lebensmittel würden steigen. Die Forscherin bezieht sich in ihrer Theorie auf das Öl-Embargo durch die OPEC 1974. Damals war eine Rezession die Folge, die wiederum dazu führte, dass das Bevölkerungswachstum drastisch zurückging.

Die durchschnittliche Geburtenrate bei Frauen liegt nach Angaben der Expertin derzeit bei 2,3. Die Tendenz ist fallend. Die Anthropologin sieht in der Abnahme der Geburtenziffern aber große Chancen für den blauen Planeten. "Wenn sich die globale Bevölkerung einpendelt wird es helfen, größere Katastrophen zu vermeiden, die dadurch entstehen, weil wir die Erde an ihr Limit bringen und mit extremen Mortalitätsraten leben müssen."
(Pressetext Europe, 16.02.2004 - AHE)
 
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