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Freitag, 19.03.2010
Raumfähre Discovery zur Landung freigegeben
Isolierdecke muss nicht im All repariert werden
Trotz der noch bestehenden Schäden am Space Shuttle Discovery hat die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA jetzt die Freigabe zur Landung erteilt. Die Raumfähre soll am Montag wieder zur Erde zurückkehren, obwohl noch immer ein Stück der Isolierdecke eingerissen ist.

Ladebucht der Raumfähre Discovery
Ladebucht der Raumfähre Discovery
© NASA
“Wir haben Discovery für den Wiedereintritt freigegeben”, erklärte Wayne Hale, Leiter des Managementteams der Mission während einer Pressekonferenz am Johnson Space Center der NASA in Houston. Nach Ansicht der Verantwortlichen sind der Hitzeschild und die anderen Systeme des Shuttles in guter Verfassung. Einen erneuten Weltraumspaziergang, um die Schäden an der Hitzeschutzdecke zu beheben, halten sie für unnötig.

Bereits zu Beginn dieser Woche hatten die Wissenschaftler und Ingenieure zwei der essentiellen Schutzsysteme gegen die Gluthitze, die beim Wiedereintritt des Shuttles in die Erdatmosphäre auftritt, vom Boden aus – quasi per „Telewartung“ – untersucht und für ausreichend befunden. Bisher stand aber das Urteil über die Isolierdecke noch aus, die unterhalb des Cockpitfensters der Raumfähre leicht eingerissen ist und beim Flug durch die Atmosphäre flattern oder abreißen könnte.

Ingenieure hatten über Nacht Proben von zerrissenen Hitzschutzdecken im Windkanal getestet und sie dabei mehrfachen Schallgeschwindigkeiten ausgesetzt. Die Tests ergaben eine nur geringe Wahrscheinlichkeit, dass das heraushängende Stück abreißen oder den Orbiter beschädigen könnte. Da der Schaden sich zudem nicht auf der Unterseite der Raumfähre befinde, an der sich die größte Hitze entwickelt, sei er kein Risiko für die sieben Astronauten an Bord der Discovery und brauche daher nicht repariert zu werden.
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