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Dienstag, 26.09.2017
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Bald bessere Bedingungen für Stammzellforschung?

CDU/CSU-Wahlsieg könnte zu Reformen des Stammzellgesetzes führen

Ein Sieg der CDU/CSU bei den Bundestagswahlen im September könnte zu einem forschungsfreundlicheren Umgang mit embryonalen Stammzellen führen. So fordert Katherina Reiche, als mögliche Bundesforschungsministerin im Kabinett von Angela Merkel im Gespräch, im Magazin Technology Review eine Überarbeitung der Strafbewährung innerhalb des Stammzell-Importgesetzes. Sie plant aber auch überzählige befruchtete Eizellen in Deutschland für die Forschung frei zu geben.
Stammzellen

Stammzellen

Derzeit gibt es in keiner der großen Bundestagsfraktionen eine Mehrheit für die Freigabe der embryonalen Stammzellforschung. Auch die Mehrheit der CDU/CSU-Fraktion steht dieser Forschung kritisch gegenüber. Dennoch möchte Katherina Reiche zunächst einmal die Strafbewährung überarbeiten. Denn die, so die 32-Jährige, "ist eine große psychologische Hürde für die Forscher." Wenn ein Forscher im Ausland bei entsprechenden Experimenten dabei ist, macht er sich dann strafbar? "Unter solchen Bedingungen kann kein Forscher arbeiten."

Angesichts der Entwicklung der Stammzellforschung in anderen Ländern - etwa in Kalifornien (Technology Review berichtete in seiner Ausgabe 7/2005) - stellt sich für Katherina Reiche die Frage, "ob wir deutschen Stammzellforschern ermöglichen wollen, Standards zu setzen, sich Patente zu sichern und Know-how auch für die adulten Stammzellen zu entwickeln".

Zunächst einmal wendet sich Reiche gegen den Stichtag 1. Januar 2002. Bis zu diesem Datum entstandene Stammzellen dürfen in Deutschland für die Forschung verwendet werden, Zellen jüngeren Datums nicht. "Ich persönlich bin gegen diesen Stichtag und habe mit Kollegen dafür plädiert, die überzähligen befruchteten Eizellen, die wir in Deutschland haben, für die Forschung freizugeben."


In Deutschland hatte die Debatte um die Stammzellforschung jüngst neue Impulse erhalten. So sprach sich Bundeskanzler Schröder für einen Kurswechsel in der Bewertung der Bio- und Genforschung durch die Politik aus und will das Stammzellengesetz liberalisieren.
(Technology Review, 29.07.2005 - DLO)
 
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