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Sonntag, 23.07.2017
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Deutschland wird Fussball-Weltmeister - bei den Robotern

Deutsche Teams siegen in zwei Disziplinen

Beim RoboCup, der in diesem Jahr im japanischen Osaka ausgetragenen Weltmeisterschaft im Roboterfußball, verteidigten deutsche Teams am 17. Juli 2005 erfolgreich ihre Weltmeistertitel sowohl in der Liga der vierbeinigen Roboter als auch bei den „Kleinen“ unterhalb von 18 Zentimetern Durchmesser.
Vierbeinige Fussballroboter

Vierbeinige Fussballroboter

Beim RoboCup treffen sich Robotik-Teams aus aller Welt. Dabei geht es sowohl um die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern als auch um Forschungsfragen aus den Gebieten Robotik und Künstliche Intelligenz. Der Roboterfußball dient dabei als Testbett für die entwickelten Methoden, weil sie sich so im Rahmen eines Wettbewerb gut mit den Arbeiten anderer Wissenschaftler vergleichen lassen. Ziel des RoboCup ist es, im Jahr 2050 eine Mannschaft aus humanoiden Robotern aufzustellen, die den amtierenden Fußballweltmeister schlagen können.

Das GermanTeam, ein Zusammenschluss von vier Arbeitsgruppen aus der Universität Bremen, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Dortmund, konnte sich in der Gruppe der vierbeinigen Roboter im Finale gegen NUBots (Australien) durch Elfmeterschießen zum Endstand von 4:3 (2:2) durchsetzen. Zudem wurde beim "Technical Challenge" der dritte Platz erreicht. In der Liga der kleinen Roboter bis 18 Zentimeter Durchmesser besiegten die FU-Fighters der Freien Universität Berlin das Team der Universität Cornell/USA mit 4 : 0. Damit verteidigten sie erfolgreich ihren Weltmeistertitel von 2004.

Als die besten Fußball spielenden Roboter gelten diejenigen, die mit Videokameras eine optimale Orientierung erreichen (die so genannte Computervision), die sich als Team gut verständigen können und die individuell über eine abgestimmte Mechanik verfügen. Für die zukünftige Entwicklung von Service- oder Industrierobotern bietet dieser Wettbewerb die Gelegenheit, neue technische Lösungen zu entwickeln und zugleich in einer sehr dynamischen und variablen Umgebung zu testen. Neben den Wettbewerben beinhaltet der RoboCup auch stets ein wissenschaftliches Symposium, in dem sich Wissenschaftler über ihre Forschungsergebnisse austauschen.
(Universität Bremen, FU Berlin, 19.07.2005 - NPO)
 
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