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Dienstag, 23.05.2017
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Klima kippte vor 33 Millionen Jahren

Sinkende CO2-Konzentrationen brachten globale Abkühlung

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler die detaillierte Entwicklung des atmosphärischen Kohlendioxids vor 45 bis 25 Millionen Jahren rekonstruiert. Wie sie in der Zeitschrift Science berichten, gelang ihnen dieser Einblick in die Vergangenheit unseres Klimasystems aber auch seiner Auswirkungen auf die Pflanzenwelt mithilfe von Isotopenanalysen.
Atmosphäre der Erde

Atmosphäre der Erde

Mark Pagani, Assistenzprofessor am Institut für Geologie und Geophysik der Universität Yale und seine Kollegen nutzten zur Kalibrierung der Kohlenstoff-Isotopendaten Algenarten, die in dieser Epoche die Oberfläche der Meere bevölkerten. Diese wurden erst kürzlich aus Tiefseebohrkernen isoliert.

„Durch unseren Energieverbrauch trägt jeder von uns zur Zunahme der Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan in der Erdatmosphäre bei“, erklärt Pagani. „Um die Auswirkungen dieser Prozesse auf die Zukunft zu verstehen, schauen die Wissenschaftler in die Vergangenheit um ein besseres Verständnis des Klimasystems der Erde unter Treibhausbedingungen zu erhalten.“

Die Daten zeigen, dass die atmosphärischen CO2-Konzentrationen vor 45 bis 34 Millionen Jahren fünf Mal höher lagen als heute. Zwischen 34 und 25 Millionen Jahren sanken sie schnell und stark ab, um sich dann auf nahezu die heutigen Werte zu stabilisieren. Entsprechend veränderte sich auch das Klima: Während es zu Anfang dieser Periode, bis vor rund 34 Millionen Jahren, auf fast der gesamten Erde warmes Klima herrschte und die Pole kaum mit Eis bedeckt waren, kühlte es sich dann rapide ab und die Antarktis überzog sich mit einer ausgedehnten Eisdecke.

“Vor dieser Studie war der Zusammenhang zwischen dem globalen Klima und der Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre im späte Eozän und Oligozän größtenteils unbekannt“, erklärt Pagani, der zuvor bereits die Kohlendioxidkonzentrationen der Zeitperiode vor 25 und acht Millionen Jahren rekonstruiert hatte.


Die Ergebnisse liefern gleichzeitig auch verblüffende Belege dafür, dass wir dem starken Abfall der CO2-Konzentrationen zwischen 33 und 25 Millionen Jahren auch die Entstehung von heute wirtschaftlich wichtigen Landpflanzen wie Mais oder Zuckerrohr zu verdanken haben. „Das Vorrücken und die Stabilisierung der Eiskappen zur gleichen Zeit wie der Rückgang des Kohlendioxids illustriert die Bedeutung des atmosphärischen CO2 als Agent von sowohl klimatischen als auch biologischen Veränderungen“, erklärt der Wissenschaftler.
(Yale University, 23.06.2005 - NPO)
 
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