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Dienstag, 25.07.2017
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Klimaanlagen werden umweltfreundlicher

Geringerer Energieverbrauch und Verzicht auf Kältemittel

Herkömmliche Auto-Klimaanlagen verbrauchen nicht nur viel Energie, sondern tragen durch die eingesetzten Kältemittel und dem zusätzlichen Treibstoffverbrauch von fünf bis zehn Prozent auch zum Treibhauseffekt bei. Forscher der Montanuniversität Leoben wollen nun Klimaanlagen entwickeln, die viel sparsamer und umweltschonender sind.
Atmosphäre

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In ihrem Projekt beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Weiterentwicklung von so genannten Sorptions-Klimaanlagen. Diese vereinen vier entscheidende Vorteile in sich: Sie sind in Bezug auf den Energieverbrauch um das Vierfache effektiver, nützen nur Sekundärenergie (Motorabwärme), arbeiten aufgrund des Verzichtes von Kältemitteln umweltschonender und tragen zur Verbesserung der Luftqualität im Auto-Innenraum bei.

Bei Sorptions-Klimaanlagen wird die Luft mit Hilfe einer speziellen Flüssigkeit getrocknet. Die nun trockene Luft wird durch einfaches Eindüsen von Wasser abgekühlt, entfeuchtet und in das Wageninnere eingeblasen.

Einsatz neuartiger Flüssigkeiten


Das bekannte Prinzip dieser Art von Klimaanlage wollen die Forscher um den Einsatz von neuartigen ionischen Flüssigkeiten ergänzen. Die Eigenschaften dieser Flüssigkeiten können weitgehend beeinflusst werden. Sie stellen eine neuartige Klasse niederschmelzender, organischer Salze dar und besitzen den Vorteil, dass sie nicht verdampfen.

Die Leobener Umwelttechniker arbeiten an der Entwicklung einer speziell für Sorptions-Kälteanlagen optimierten Flüssigkeit. Die Projektbetreiber versprechen sich dadurch auch den Zusatznutzen, dass diese Flüssigkeit durch die Aufnahme von Luftverunreinigungen zur Verbesserung der Luftqualität im Wageninneren beiträgt. Sie gehen davon aus, dass ionische Sorptionsflüssigkeiten sich aus harmlosen Naturstoffen herstellen lassen und damit ökologisch völlig unbedenklich sind.

Auch wenn die Leobener Wissenschafter erst die Grundlagen dieser neuen Klimatechnik erforschen, verspricht der Ansatz, so das Projektteam, "ein echter Technologiesprung" zu sein.
(Montanuniversität Leoben, 16.06.2005 - DLO)
 
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