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Dienstag, 17.10.2017
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Wie viel CO2 gelangt ins Meer?

Neues DFG-Projekt zum Klimawandel gestartet

In einem Windwellenkanal untersuchen Klimaforscher zurzeit den CO2-Transfer zwischen Ozean und Atmosphäre. Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes werden dabei mitmilfe der Versuchsanlage neuartige Gasaustauschexperimente unter kontrollierten physikalischen Randbedingungen durchgeführt. Die Wissenschaftler wollen im Rahmen ihrer Studie vor allem die Abhängigkeit des Phänomens von bestimmten Umweltbedingungen näher untersuchen.
Ozean

Ozean

Das seit Anfang Mai laufende Projekt "Einfluss von Wind, Regen und Oberflächenfilmen auf die CO2-Transfergeschwindigkeit zwischen Atmosphäre und Ozean" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis Ende April 2008 mit circa 230.000 Euro gefördert. An dem Vorhaben ist neben dem Zentrum für Meeres- und Klimaforschung (ZMK) der Universität Hamburg auch die Universität Heidelberg beteiligt.

Beim so genannten Treibhauseffekt binden Kohlendioxid (CO2) und einige andere Gase einen Teil der Sonnenenergie in der Erdatmosphäre - und können dadurch klimatische Bedingungen wie Hitze und Kälte, Regen und Dürre oder Häufigkeit und Stärke von Stürmen weltweit verändern.

Inwiefern und in welchem Zeitraum der stetig steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre sich auf das globale Klima auswirken wird, kann gegenwärtig nur grob vorhersagt werden. Grund dafür ist, dass die Anteile von CO2, die in der Atmosphäre verbleiben oder vom Ozean unter unterschiedlichen Bedingungen aufgenommen oder freigesetzt werden, nur ungenügend bekannt sind.


Dieses Wissen ist jedoch eine Voraussetzung für die Verbesserung der komplexen Simulationsmodelle, die physikalische und chemische Zustandsänderungen in der Atmosphäre und im Ozean berechnen und Vorhersagen über künftige Klimaänderungen ermöglichen.

Grundlegende Informationen zum Gastaustausch zwischen Luft und Wasser können nur unter kontrollierten Experimentalbedingungen gewonnen werden, wie sie im Windwellenkanal der Universität Hamburg gegeben sind. Weltweit gehört er zu den wenigen Forschungseinrichtungen, die derartige Untersuchungen in großem Stil zulassen.
(idw - Universität Hamburg, 30.05.2005 - DLO)
 
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