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Samstag, 16.12.2017
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Deutsche für Sterbehilfe

Auch Zustimmung für Ärzte im Fall Schiavo

Der Fortschritt der Medizin hat zur Folge, dass auch schwerstgeschädigte und sterbenskranke Menschen oft noch sehr lange künstlich am Leben gehalten werden können. Wer das für sich nicht will, kann ein Patiententestament machen, in dem er sich ausdrücklich gegen solche lebensverlängernden Maßnahmen ausspricht. Ärzte, die sich an dieses Testament halten, leisten dann passive Sterbehilfe, die vom Gesetzgeber nicht bestraft wird.
Arzt und Patient

Arzt und Patient

In der Bevölkerung ist die große Mehrheit für eine solche passive Sterbehilfe. 80 Prozent sprechen sich dafür aus. Nur acht Prozent sind dagegen. Dies geht aus einer neuen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Die Meinungsforscher hatten Anfang April mehr als 2.000 Bürger in ganz Deutschland befragt.

Nach den Ergebnissen der Studie geht die Einstellung für passive Sterbehilfe durch alle gesellschaftlichen Gruppen. Männer sind mehrheitlich ebenso dafür wie Frauen, junge Menschen ebenso wie alte.

Der Fall der Amerikanerin Terri Schiavo, der vor einiger Zeit auch in Deutschland durch die Medien ging, hat ganz offensichtlich dafür gesorgt, so die Allensbacher Forscher, dass die meisten Menschen in Deutschland über das Problem der passiven Sterbehilfe noch einmal intensiver nachgedacht haben.


Selbst in diesem Fall, wo die Patientin, seit vielen Jahren im Wachkoma, selbst keinerlei Verfügung getroffen hatte und ihren Willen nicht äußern konnte, plädiert die Mehrheit in Deutschland für passive Sterbehilfe:

"Es war richtig, in einem solchen Fall die künstliche Ernährung einzustellen", sagen laut den Ergebnissen der Demoskopen 56 Prozent. Immerhin 21 Prozent finden den Abbruch der künstlichen Ernährung in diesem konkreten Einzelfall allerdings nicht richtig, und 21 Prozent fühlen sich nicht in der Lage, bei allem, was sie von dem Fall Schiavo gehört haben, eine Entscheidung zu treffen.
(Institut für Demoskopie Allensbach, 17.05.2005 - DLO)
 
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