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Freitag, 20.01.2017
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Nanopulse gegen Krebs?

"Selbstmord" der Zellen ausgelöst

Amerikanische Wissenschaftler berichten, dass Energiepulse, die nur den Bruchteil einer Sekunden anhalten, Krebszellen angreifen können, ohne die benachbarten gesunden Zellen zu verletzen.
Diese Impluse zerstören die Zelle nicht im eigentlichen Sinn. Sie scheinen jedoch einen Prozess auszulösen, der zu ihrem "Selbstmord" führt. Das Team der University of Southern California und der Old Dominion University nachgewiesen, dass Nanopulse zumindest im Labor Tumorzellen zerstören können. Zusätzlich soll dieses Verfahren laut NewScientist für die Behandlung von Übergewicht einsetzbar sein.

Versuchtstier Maus

Versuchtstier Maus

Theoretisch kann das elektrische Feld mit Hilfe von rundum platzierten Antennen auf einen Tumor gerichtet werden, der sich tief im Inneren des Körpers befindet. Die Feinabstimmung der Frequenz des Feldes soll ermöglichen, dass nur bestimmte Zelltypen erfasst werden. Die im Mikrosekundenbereich angesiedelte Dauer der Impulse soll verhindern, dass sich die äußere Membran der Zelle voll auflädt und so als Schild für das Zellinnere agiert. Die Forscher der Old Dominion University haben ebenfalls nachgewiesen, dass mit dem neuen Verfahren das Turmorwachstum bei Mäusen verlangsamt werden kann. Zusätzlich ist dieses Verfahren in der Lage den Zelltod bei Zellen auslösen, die später zu Fettzellen werden können.

Tom Vernier von der University of Southern California erklärte, dass die Wirkung dieser Energiepulse vergleichsweise dramatisch sei. "Wir sehen es als einen Eingriff in die Zelle, der ihre internen Strukturen verändert." Die einzige nachweisbare physiologische Veränderung innerhalb der Zelle bestehe im Freisetzen von Kalzium durch das endoplasmatische Reticulum. Obwohl diese Veränderung keine direkte Auswirkung auf das Leben oder Sterben einer Zelle zu haben scheint, wird sie als Hinweis auf die Wirkung des neuen Verfahrens gesehen.
(Pressetext Europe, 06.02.2004 - NPO)
 
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