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Sonntag, 26.03.2017
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Umwelt wichtig trotz Wirtschaftsflaute

EU-weite Umfrage zeigt hohen Stellenwert von Umweltschutz

Laut einer neuen Eurobarometer-Erhebung ist den Europäern eine gesunde Umwelt für ihre Lebensqualität genauso wichtig wie der Zustand der Wirtschaft und soziale Faktoren. Die Erhebung untersuchte erstmals die Haltung gegenüber der Umwelt in der erweiterten EU.
Für die Umfrage wurden von Ende Oktober bis Ende November 2004 rund 1000 Bürger in jedem Mitgliedstaat befragt. Das Ergebnis: Am meisten Sorgen machen sich die Bürger über die Umweltprobleme Wasserverschmutzung, von Menschen verursachte Katastrophen, Klimawandel, Luftverschmutzung und Chemikalien.

Stavros Dimas, EU-Kommissar für Umwelt, erklärte dazu: „Diese Erhebung beweist, dass den europäischen Bürgern ihre Umwelt sehr wichtig ist und sie in engem Zusammenhang mit ihrer Lebensqualität steht. Aus den Ergebnissen ergibt sich ein klarer Auftrag für die Kommission, sich weiter für ein hohes Maß an Umweltschutz einzusetzen. Auch bestätigt die Erhebung, dass die Öffentlichkeit die Überzeugung der Kommission teilt, eine konsequente Umweltpolitik könne die Innovation und das Wachstum fördern.“

Eine große Mehrheit der EU-Bürger (88 Prozent) ist der Meinung, die Politiker sollten Umweltbelange bei der Aufstellung politischer Konzepte für andere Bereiche wie Wirtschaft und Beschäftigung berücksichtigen. Dieser Aussage stimmen in Deutschland 81 Prozent der Befragten zu. Auf die Frage nach dem Einfluss von Wirtschafts-, Sozial- und Umweltfaktoren auf ihre Lebensqualität gaben 72 Prozent der EU-Bürger an, Umweltfaktoren beeinflussten sie „sehr stark“ oder „ziemlich stark“. In Deutschland waren 60 Prozent der Befragten dieser Meinung. Für Wirtschaftsfaktoren betrug dieser Wert EU-weit 78 Prozent, für soziale Faktoren entsprach er dem für Umweltfaktoren (72 Prozent).


Am meisten Sorgen machen sich die Europäer über die Umweltprobleme, die ihr Leben unmittelbar betreffen. An der Spitze stehen die Wasserverschmutzung (47 Prozent), von Menschen verursachte Katastrophen wie Ölverschmutzungen und Industrieunfälle (46 Prozent), Klimawandel und Luftverschmutzung (je 45 Prozent) sowie Chemikalien (35 Prozent). Es bestehen jedoch Unterschiede zwischen den alten (EU-15) und den neuen (EU-10) Mitgliedstaaten. So liegt der Klimawandel in den EU-15 auf Platz eins, in den EU-10 dagegen nur auf Platz sieben. Auch in Deutschland wird der Klimawandel als das bedeutendste Umweltproblem wahrgenommen (57 Prozent).

Umweltpolitische Entscheidungen werden nach Ansicht der Bürger am effektivsten auf der Ebene der Europäischen Union und auf der Ebene der nationalen Regierungen getroffen.
(EU-KOmmission, 02.05.2005 - NPO)
 
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