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Montag, 16.01.2017
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Deutschland: Kein Platz für ausländische Forscher?

EU-Kommissar kritisiert Einstellung der Gesellschaft

EU-Kommissar Günter Verheugen hat die Einstellung der deutschen Gesellschaft gegenüber ausländischen Forschern kritisiert. Ein junger Inder oder Chinese, der die Wahl zwischen einem amerikanischen und einem deutschen Forschungsinstitut habe, werde sich bei gleichen materiellen Bedingungen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht für Deutschland entscheiden, sagt Verheugen in der ZEIT: "Weil er weiß, dass er in Wahrheit nicht willkommen ist."
Deutschland selbst werde wegen seiner demographischen Entwicklung in Zukunft nicht mehr genügend Forscher und Wissenschaftler hervorbringen. Deshalb sehe er "ein riesiges Problem" auf das Land zukommen, wenn sich in Deutschland das Verhalten der Gesellschaft gegenüber so genannten Ausländern nicht grundlegend ändere.

Gleichzeitig fordert der aus Deutschland stammende Politiker im ZEIT-Interview, die Bewilligung von EU-Anträgen stark zu vereinfachen. Heute müsse man für das Ausfüllen eines zweiseitigen Formblattes eine Anleitung von 200 Seiten lesen, so Verheugen: "Wenn Europa jetzt in einem dramatischen weltweiten Wettbewerb um einen Spitzenplatz bei Forschung und Innovation kämpft, können wir uns so etwas nicht erlauben."

Im Rahmen der so genannten Lissabon-Strategie für Innovation und Wachstum, für deren Umsetzung Verheugen verantwortlich ist, hat die Europäische Kommission vergangene Woche angekündigt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im neuen EU-Haushalt zu verdoppeln.
(ZEIT, 14.04.2005 - DLO)
 
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