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Donnerstag, 09.02.2012
Mehr Wärme von der Sonne?
Bundesumweltministerium startet bundesweite Solarinitiative
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat gestern gemeinsam mit der Stadt Münster und der dortigen Solarinitiative die bundesweite Aktion „Wärme von der Sonne“ gestartet. Mit der Kampagne sollen bestehende regionale Solarinitiativen vorangebracht und neue initiiert werden.

Solarenergie
Solarenergie
© DOE
„Die Bundesregierung will den Ausbau der erneuerbaren Energien in allen Sparten voranbringen, bis 2010 sollen 4,2 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Heute liegen wir schon bei 3,6 Prozent. Wir werden diese Politik mit gut abgestimmten Förderinstrumenten fortsetzen“, so Trittin. Deutschland ist in der installierten Leistung und der Technikentwicklung bei der Sonnenwärme europaweit führend.

Die zurzeit deutschlandweit rund 600 lokalen und regionalen Solarinitiativen sind wichtige Partner, um für eine verstärkte Nutzung der Solarwärme zu werben. Lokale Umweltgruppen und Solarverbände sollen vor Ort mit Handwerkern gemeinsam über Chancen und Vorteile der Solarwärmenutzung informieren.

Der Ausbau der Solarwärme ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimaverträglichen Wärmeversorgung. Solarwärme-Anlagen können bis zu 60 Prozent des Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses decken. Zur Zeit hat erst etwa jedes 20. Einfamilienhaus in Deutschland eine Solarwärmeanlage. Das Potenzial ist riesig – etwa 20 Millionen Gebäude warten darauf, von der Kraft der Sonne zu profitieren.

Die Bundesregierung unterstützt die Installation von Solarwärmeanlagen mit Investitionskosten-Zuschüssen von derzeit 110 Euro pro Quadratmeter Solarkollektorfläche. Das Marktanreizprogramm, das über das Ökosteuer-Aufkommen gespeist wird, ist das wichtigste politische Instrument zur Förderung der Wärmenutzung aus erneuerbaren Energien. Über das Programm wurden seit 1999 Investitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro bei den Solarkollektoren angeschoben.

Bislang sind in Deutschland 640.000 Solarwärmeanlagen mit einer Gesamtkollektorfläche von 6,2 Millionen Quadratmeter installiert worden. Trittin: „Künftig wird es darauf ankommen, die Nutzung der Solarthermie auch in Mehrfamilienhäusern und Bürogebäuden zu steigern“.
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