• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 19.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Hormon verhindert Hirnschäden

Melatonin vereitelt Folgen von Sauerstoffmangel während der Geburt

Forscher der australischen Monash University haben herausgefunden, dass der Einsatz des Hormons Melatonin Gehirnschäden vorbeugen könnte, die durch Sauerstoffmangel während der Geburt verursacht werden.
Gehirn

Gehirn

Das Team um Professor David Walker hat im Rahmen ihrer Studien mit trächtigen Schafen den Zustand der Asphyxie bei der Geburt simuliert. Dieser kann, wenn er beim Menschen auftritt, zu einer cerebralen Lähmung führen. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass durch die Einnahme von Melatonin direkt vor dem Eintreten der Asphyxie Gehirnschäden verhindert werden können. Nebenwirkungen für Muttertier oder Lamm traten dabei nicht auf.

Sauerstoffmangel während der Geburt wird für etwa zehn Prozent aller frühkindlichen Todesfälle verantwortlich gemacht. Laut Walker gibt es gegenwärtig noch keine vorbeugenden Behandlungsmethoden, die eine Schädigung des kindlichen Gehirns durch Sauerstoffmangel verhindern könnten.

"Wenn Geburtshelfer eine Asphyxie vermuten, reagieren sie entsprechend und versuchen eine Hirnschädigung zu verhindern. Dies ist aber oft nur eine Reaktion auf bereits erfolgte Fehlentwicklungen und keine präventive Maßnahme", erläutert Walker die Bedeutung der neuen Erkenntnisse.


Die Forschungsresultate deuten an, dass Mütter vor der Geburt Melatonin einnehmen könnten, um ihr ungeborenes Kind vor Hirnschädigungen zu schützen, ähnlich wie bereits Schwangere Folsäure zu sich nehmen, um in einer frühen Schwangerschaftsphase Problemen in der Rückenmarksentwicklung vorzubeugen.

Die Forscher wollen noch in diesem Jahr in weiteren Studien ihre bisherigen Ergebnisse untermauern.
(idw - Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann, 01.04.2005 - DLO)
 
Printer IconShare Icon