• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 21.01.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Handy mit virtueller Tastatur

Mobiltelefon verfügt über eingebautem Projektor

Forscher von Siemens haben ein Handy mit eingebautem Projektorsystem entwickelt. Damit kann eine vollständige Tastatur oder das Display des Geräts auf eine Oberfläche projiziert werden. Mit einem besonderen Stift können Anwender auf der virtuellen Tastatur schreiben oder die Telefonfunktionen bedienen.
Mobiltelefon mit eingebautem Projektor

Mobiltelefon mit eingebautem Projektor

Das Mobiltelefon ist auf den ersten Blick nicht von einem normalen Handy zu unterscheiden. Seitlich am Gehäuse befindet sich ein drehbarer Bügel, in dem die Projektoreinheit sitzt. Als Leuchtmittel dient ein winziger Halbleiterlaser, der ein monochromes Licht aussendet. Das Display wird damit in Echtzeit abgebildet. Je nach Stellung des Bügels erfolgt die Projektion beispielsweise auf eine Oberfläche vor dem Handy oder eine Wand. Damit könnten nach Angaben der Siemens-Forscher sogar Präsentationen oder Diashows für kleinere Gruppen gezeigt werden.

Seitlich in dem Bügel steckt der Stift zum Schreiben und Telefonieren. In dem Stift sind ein Mikrofon und ein Lautsprecher eingebaut. Die Signale werden via Bluetooth übertragen. Ein Abstandssensor erkennt, wenn der Nutzer den Stift ans Ohr hält und reduziert dann automatisch die Lautstärke. Zum Schreiben auf der virtuellen Tastatur tippt der Nutzer mit dem Stift einfach auf die Projektion.

Eine ausgeklügelte Sensorik erkennt die Position des Stiftes in Echtzeit. Für diese Messung verwenden die Forscher von Siemens Communications eine Kombination aus Ultraschall und Infrarot. Die Stiftspitze sendet laufend Infrarotblitze zu einem Sensor im Gehäuse. Diese setzen den Startpunkt für die Messung. Zugleich gehen von der Spitze Ultraschallsignale aus, die an zwei Stellen im Gehäuse erfasst werden. Aus der Zeitdifferenz der Signale berechnet eine Software die exakte Position des Stifts.


Ein Labormodell wurde von den Siemens-Forschern auf der Messe CeBIT 2005 in Hannover präsentiert. Das Demonstrationsmodell ist noch kein voll Funktionsfähiges Handy. Auf der CeBIT übernahm ein Laptop die Telefonfunktionen. Noch ist nicht entschieden, ob Siemens die Technik weiter entwickelt und ein entsprechendes Mobiltelefon auf den Markt bringt.
(idw - Siemens, 23.03.2005 - DLO)
 
Printer IconShare Icon