• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 19.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Krebs-Wirkstoff aus Bodenbakterien

Genomprojekt zur Erforschung von neuen Wirksubstanzen gestartet

Mikroorganismen sind eine Fundgrube bei der Suche nach neuartigen Wirkstoffen für die Medizin. Ein neues Genompojekt an der Univerversität des Saarlandes erforscht jetzt die potenziellen Wirksubstanzen von bodenlebenden Myxobakterien.
So konnte bei Mikroorganismen im Boden eine Substanz nachgewiesen werden, die möglicherweise einmal zu einem Zytostatikum für die Behandlung von Krebspatienten werden könnte. Die Substanz Epothilon lässt sich im Vergleich zu anderen Krebstherapeutika ähnlicher Wirkung relativ einfach gewinnen. Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig hatten die Antitumorsubstanz aus Myxobakterien isoliert, eine zytostatische Wirkung des Stoffs nachgewiesen und 1993 zum Patent angemeldet.

Myxobakterien

Myxobakterien

Myxobakterien sind so genannte „Raub-Bakterien“, die mit 10.000 Genen das größte Genom aller Bakterien besitzen. Sie sind kompliziert zu isolieren, wachsen langsam und kommunizieren miteinander. Geht ihnen beispielsweise die Nahrung aus, schließen sich Millionen Bakterien zu einem Fruchtkörper zusammen, in denen einige von ihnen trotz Nahrungsmangels als Sporen überleben.

Neuester Schwerpunkt der pharmazeutischen Forschung an der Saar-Universität sind eben jene Myxobakterien. Als Private-Public-Partnership- Projekt wird das Stiftungsinstitut 'Pharmazeutische Biotechnologie' der Universität des Saarlandes je zur Hälfte aus Privatisierungserlösen der Landesregierung und von der saarländischen Wirtschaft finanziert.


In Saarbrücken soll ein myxobakterielles Genomprojekt etabliert werden, welches bereits im Rahmen des BMBF Genomik-Netzwerks in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum in Bielefeld und der GBF begonnen wurde. Mit diesem Genomprojekt soll herausgefunden werden, wie, welche und wieviele Wirksubstanzen Myxobakterien produzieren können und wie sie sich für die Pharmazie besser nutzen lassen.
(Universität des Saarlandes, 04.02.2004 - NPO)
 
Printer IconShare Icon