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Montag, 29.05.2017
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Titan-Evolution simuliert

Weltweit erstes Titan-Simulationsexperiment in Innbruck gestartet

Wie hat sich das Leben auf der Erde entwickelt? Antwort auf diese Frage erhoffen sich Wissenschaftler unter anderem auch von den neuesten Daten der Raumsonde Huygens, die den Saturnmond Titan erkundet hat. Jetzt haben Forscher der Universität Innsbruck basierend auf diesen Daten das weltweit erste Titan-Simulationsexperiment gestartet.
Huygens auf dem Titan

Huygens auf dem Titan

Neueste Daten der Raumsonde Huygens über die Atmosphäre und die Oberfläche des Titan belegen Blitzentladungen und vor allem die Existenz von Wassereisvorkommen auf dem Saturnmond. Forscher der Universität Innsbruck gehen nun mit ihrem Experiment der Frage nach, ob unter Einbeziehung von durch die Blitze verdampften Wassermolekülen sauerstoffhaltige Verbindungen wie Aminosäuren entstehen. Sie bildeten auf der Erde die erste Grundlage für die Entstehung von Leben und sie könnten auch die Entwicklung von Lebensformen auf dem Titan ermöglichen.

Seit den 80er Jahren erforschen Wissenschaftler die chemische Evolution auf der Urerde. Innsbrucker Wissenschaftler konnten mit dem Nachweis über die Entstehung von Aminosäuren bereits zuvor international anerkannte Forschungsergebnisse erzielen. Georg Fischer vom Institut für Weltraumforschung in Graz kommentiert die aktuellen Forschungen: „Dieses Experiment ist ein wichtiger Schritt, damit wir verstehen, was auf dem Saturnmond Titan passiert.“

Das Institut für Weltraumforschung in Graz war an der Planung und Ausstattung der Raumsonde beteiligt und stellt den Innsbrucker Forschergruppen um Prof. Bernd M. Rode und Prof. Tilmann Märk ihre Daten zur Verfügung. Für die Simulation der Wassereisoberfläche baute ein Unternehmen in Lienz eine Spezialkonstruktion ihrer Tiefkühltruhen für die Uni Innsbruck. Für die Blitze sorgt Benjamin Schranz, HTL-Absolvent. Ein spezielles Massenspektrometer des Instituts für Ionenphysik wird es ermöglichen, die Vorgänge direkt in den Blitzentladungen zu analysieren.
(Universität Innsbruck, 14.03.2005 - NPO)
 
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