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Donnerstag, 23.03.2017
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Deutsche für Öko-Tourismus

Studie belegt gute Chancen für nachhaltigkeitsorientierte Angebote

Das Thema Umwelt ist für die deutschen Touristen keineswegs „out“. Im Gegenteil: Die Deutschen legen im Urlaub wert auf eine saubere Umwelt. Das hat der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) herausgefunden.
Badende Kinder

Badende Kinder

Für mehr als drei Viertel der 7700 in der repräsentativen Umfrage „Reiseanalyse 2004“ Angesprochenen ist eine intakte Umwelt am Reiseziel und der Respekt vor den Gebräuchen im Gastland sehr wichtig, über 70 Prozent lehnen eine Beeinträchtigung durch verbaute Landschaft ab. Nur ein kleiner Teil der Befragten – 14 Prozent – fühlt sich durch die Rücksichtnahme auf die Umwelt im Reisezielgebiet stark eingeschränkt, fast zwei Drittel sehen dadurch gar keine Beeinträchtigung.

„Ansprechbarkeits-Typen“ entwickelt


Das hohe Umweltbewusstsein der Deutschen im Zusammenhang mit dem Urlaub kann, so die Ammerlander Forscher, noch unterstützt werden. Dafür ist es notwendig den Touristen die Zusammenhänge zwischen Umweltschutz und Tourismus verständlicher und zielgerichteter zu vermitteln. Dazu entwickelte die Studie so genannte „Ansprechbarkeits-Typen“, beispielsweise im Hinblick auf speziell naturinteressierte oder besonders anspruchsvolle Urlauber.

Die Daten der Umfrage belegen, dass etwa der Hälfte der Befragten die Umweltgerechtheit der Urlaubsorte und -unterkünfte wichtig ist, knapp zwei Drittel erwarten kompetente Umweltinformationen im Reisebüro, und für etwas über ein Drittel der Befragten ist das Umweltengagement des Veranstalters im Zielgebiet ein Kriterium bei der Auswahl. Naturerlebensmöglichkeiten sind etwa für die Hälfte der Befragten wichtig für die Reisezielentscheidung. Bei Reisenden mit kulturbezogenen Motiven und Aktivitäten ist die Aufgeschlossenheit im Hinblick auf Umweltorientierungen im Zusammenhang mit Urlaub teilweise sogar noch stärker.


„Es kann keine Rede davon sein, dass das Thema Umwelt und Verantwortung immer mehr an Einfluss verlieren würde. Es ist kein Wandel in den Grundüberzeugungen der Bürgerinnen und Bürger zu beobachten. Was wir allerdings brauchen, ist ein neuer Schub in der Umweltkommunikation, um den Menschen die komplexer gewordenen Probleme und Maßnahmen wieder besser zu vermitteln und sie für den Schutz der Umwelt zu begeistern“, kommentierte der Präsident des Umweltbundesamtes Professor Andreas Troge die Studienergebnisse.
(Umweltbundesamt, 04.03.2005 - DLO)
 
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