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Freitag, 26.05.2017
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Vulkane machen krank

Kilauea als Gesundheitsrisiko

Der Kilauea auf Hawaii ist einer der aktivsten Vulkan der Erde, dennoch liegen auch in seiner Nähe menschliche Siedlungen. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass der Vulkan seine Anwohner nicht nur durch Ausbrüche gefährdet, sondern auch ihre Gesundheit nachhaltig schädigen kann.
Krater des Kilauea, Hawaii

Krater des Kilauea, Hawaii

Wie die Forscher um Bernadette M. Longo von der Oregon State Universität in der Zeitschrift Geology berichten, sind die Konzentrationen von Schwefeldioxid und Schwebteilchen in der Luft auf der Leeseite des Vulkans deutlich erhöht und mit ihne auch die Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung.

Während einer dreiwöchigen Periode durchschnittlicher vulkanischer Aktivität am Kilauea maßen die Wissenschaftler Schwefeldioxidwerte von 17,8 ppb (Teilchen in einer Milliarde) im südlich des Berges gelegenen Kau-Bezirk. Damit liegen diese Werte über dem US-Grenzwert von zehn ppb und sogar deutlich höher als in der chronisch verschmutzten Luft über dem Ballungsraum Los Angeles.

Das Schwefeldioxid wird vom Vulkan zunächst als Gas abgegeben, verändert sich aber in der Atmosphäre und bildet winzige schwebende Partikel. Diese Aerosole verbinden sich zu größeren Tröpfchen und können schließlich sichtbaren Smog bilden. Die pazifischen Winde blasen diese Schwebeteilchen rund 70 Prozent der Zeit südwärts in Richtung auf die Ortschaften Pahala, Na'alehu und Ocean View. Trotzdem wurden Luftmessungen bisher nur in Hilo, einem Ort nördlich des Vulkans durchgeführt.


„Als der Kilauea 1983 auszubrechen begann, gab es eine Anzahl von Studien, die die Emissionen direkt am Vulkan maßen, aber sie haben sich nicht das Verteilungsmuster oder die langfristig damit verbunden Gesundheitsfolgen angeschaut“, erklärt Longo. „Wir fanden das alarmierend.“ Schwefeldioxid kann die Bronchien reizen und Asthma auslösen.“ Die Teilchen beeinträchtigen die Abwehr der Lunge und die Fähigkeit, sich von Fremdkörpern zu befreien“, so die Forscherin. „Sie können Bronchitis auslösen und nach neusten Forschungen auch bei längerer Exposition mit Herz-Kreislauf-Problemen in Verbindung stehen.“
(Oregon State University, 02.03.2005 - NPO)
 
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