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Mittwoch, 18.10.2017
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Iran: Mehr als 440 Tote durch Erdbeben

Hilfsorganisationen befürchten viele weitere Opfer

Ein schweres Erdbeben mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala hat gestern die Provinz Kerman im Südosten des Iran erschüttert. Nach bisher unbestätigten Angaben sind mehr als 440 Menschen gestorben, rund 5.000 wurden verletzt, mehrere Dörfer sind noch von der Außenwelt abgeschnitten. Wie das U.S. Geological Survey in Denver bekannt gab lag das Epizentrum des Bebens 60 Kilometer nordwestlich von Kerman in rund 40 Kilometern Tiefe.
Erdbeben

Erdbeben

„Die Angaben der lokalen Medien sind widersprüchlich“, sagt Peter Staudacher von der Hilfsorganisation der Malteser im Iran. „Die Bauweise der Häuser ist die gleiche wie in Bam: Schwere Dächer gegen die Hitzeeinwirkung, schwache Wände, da stürzt alles wie ein Kartenhaus zusammen.“

Staudacher, der seit Dezember 2004 die Projekte der Malteser in Bam leitet, geht daher von deutlich mehr Toten aus. „Die betroffenen Dörfer haben alle mehrere Tausend Einwohner. Wenn die im Schlaf überrascht werden und das Haus über ihnen zusammenbricht, bleibt kaum eine Überlebenschance“, so Staudacher. Der Malteser Experte erwartet, dass es notwendig sein wird, Hilfsgüter im Land zu kaufen. Offizielle Hilfsanfragen der iranischen Regierung liegen jedoch noch nicht vor.

Die Rettungshundestaffel der Malteser aus Mainz ist in Alarmbereitschaft. Fünf Hundeführer und ihre Rettungshunde, drei Rettungsassistenten, ein Rettungssanitäter sowie ein dreiköpfiges Team für die technische Ortung können innerhalb von nur vier Stunden in den Iran ausreisen.
(Malteser Hilfsdienst, 23.02.2005 - DLO)
 
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