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Freitag, 12.03.2010
Deutsche: Kein Durchblick im Umweltschutz
Umfrage enthüllt große Wissenslücken
Was wissen die Deutschen zu zentralen Begriffen der Umweltpolitik? Nicht viel – das zumindest ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag von BP. Für mehr als die Hälfte der Befragten waren Begriffe wie "Emissionshandel", "Kyoto-Protokoll" oder "Nachhaltige Entwicklung" Fremdwörter. Und auch sonst zeigten sich eklatante Lücken in der Umweltbildung.

Wissenslücke Umwelt
Wissenslücke Umwelt
© IMSI MasterClips/MMCD
Zentrale Fragen der Studie, die unter 2.070 zufällig ausgewählten Bundesbürgern durchgeführt wurde, waren: Inwieweit fühlt sich die Bevölkerung von Umweltschutz und den ökologischen Zielen überhaupt berührt und ist die Bedeutung der verwendeten Schlagworte geläufig? Ein wichtiger Begriff der Studie ist dabei der Begriff "Emissionshandel." Denn mit der Einführung des Emissionshandels im Januar 2005 ist dieser Begriff untrennbar mit dem weltweiten System des Klimaschutzes verbunden.

Gibt noch jeder zweite Befragte an, das "Kyoto-Protokoll" zu kennen, so kennt nur noch knapp ein Drittel den Begriff "Emissionshandel". Noch weniger bekannt ist der Ausdruck "nachhaltige Entwicklung". Sehr viele kennen die genaue Bedeutung dieser Instrumente zum Klimaschutz nicht.

"Dieses ist enttäuschend", sagt Lutz v. Meyerinck, Direktor für Umweltschutz bei der BP. "Im Gegensatz zu vielen, die die Endlichkeit der fossilen Energieträger als die zentrale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sehen, sind wir der Meinung, dass ein möglicher Klimawandel die zentrale Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte darstellt. Darüber muss in Zukunft mit und in allen gesellschaftlichen Gruppen gesprochen werden."

"Die Studie hat uns gezeigt, dass es noch großen Informationsbedarf gibt. Angesichts der möglichen Konsequenzen eines Klimawandels müssen die Menschen wissen, wie Umweltschutz nachhaltig umgesetzt werden soll und vor allem dass es dazu weitaus mehr Instrumente gibt als die allen gut bekannte "Öko-Steuer", so Meyerinck.
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