Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Donnerstag, 09.02.2012
Deutsche: Kein Durchblick im Umweltschutz
Umfrage enthüllt große Wissenslücken
Was wissen die Deutschen zu zentralen Begriffen der Umweltpolitik? Nicht viel – das zumindest ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag von BP. Für mehr als die Hälfte der Befragten waren Begriffe wie "Emissionshandel", "Kyoto-Protokoll" oder "Nachhaltige Entwicklung" Fremdwörter. Und auch sonst zeigten sich eklatante Lücken in der Umweltbildung.

Wissenslücke Umwelt
Wissenslücke Umwelt
© IMSI MasterClips/MMCD
Zentrale Fragen der Studie, die unter 2.070 zufällig ausgewählten Bundesbürgern durchgeführt wurde, waren: Inwieweit fühlt sich die Bevölkerung von Umweltschutz und den ökologischen Zielen überhaupt berührt und ist die Bedeutung der verwendeten Schlagworte geläufig? Ein wichtiger Begriff der Studie ist dabei der Begriff "Emissionshandel." Denn mit der Einführung des Emissionshandels im Januar 2005 ist dieser Begriff untrennbar mit dem weltweiten System des Klimaschutzes verbunden.

Gibt noch jeder zweite Befragte an, das "Kyoto-Protokoll" zu kennen, so kennt nur noch knapp ein Drittel den Begriff "Emissionshandel". Noch weniger bekannt ist der Ausdruck "nachhaltige Entwicklung". Sehr viele kennen die genaue Bedeutung dieser Instrumente zum Klimaschutz nicht.

"Dieses ist enttäuschend", sagt Lutz v. Meyerinck, Direktor für Umweltschutz bei der BP. "Im Gegensatz zu vielen, die die Endlichkeit der fossilen Energieträger als die zentrale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sehen, sind wir der Meinung, dass ein möglicher Klimawandel die zentrale Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte darstellt. Darüber muss in Zukunft mit und in allen gesellschaftlichen Gruppen gesprochen werden."

"Die Studie hat uns gezeigt, dass es noch großen Informationsbedarf gibt. Angesichts der möglichen Konsequenzen eines Klimawandels müssen die Menschen wissen, wie Umweltschutz nachhaltig umgesetzt werden soll und vor allem dass es dazu weitaus mehr Instrumente gibt als die allen gut bekannte "Öko-Steuer", so Meyerinck.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Umwelt, Klima, Klimawandel, Umweltschutz, WIssen, BIldung, Umweltbewusstsein, Umweltbildung
Weitere News zum Thema
Schiffslärm stresst Wale körperlich (08.02.2012)
Forscher finden Abbauprodukte von Stresshormonen in Wal-Kot
Gen macht anfällig für Anthrax-Gift (07.02.2012)
Forscher finden große Spannbreite der Toxin-Empfindlichkeit innerhalb der Bevölkerung
2011: „Dicke Luft“ in Deutschland (07.02.2012)
Hohe Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid ermittelt
Übergewicht ist ein Risikofaktor für Krebs (03.02.2012)
Auswirkungen ähnlich stark wie beim Rauchen
Auch saubere Kohleverbrennung beeinflusst das Klima (03.02.2012)
Abgasreinigung produziert Aerosole, die den Starkregen fördern
Suche
Erweiterte Suche
Special
Dossier: Mythos 2012 - Die Maya, der 21. Dezember und die Fakten
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Dossiers zum Thema
Naturschutz
Der Ast auf dem wir sitzen...
Alles öko, oder was?
Landwirtschaft im Wandel
Erneuerbare Energien
Welche Zukunft haben die "Ressourcen der Zukunft"
Klimawandel
Bringt der Mensch das irdische Klima aus dem Gleichgewicht?
News des Tages
Tollwut nach Organspende
Wenn Wespen auf Schmetterlingen trampen
„Eiswürfel“ sucht Geisterteilchen
Pipeline bedroht Wale
Glycerin im Tank
Deutsche: Kein Durchblick im Umweltschutz
Atome als Antennen
Brücken, Dacher und Hallen mit Grips
Top-Clicks der Woche
1. Wie der Maulwurf zu zwölf Fingern kommt
2. Supererde in bewohnbarer Zone entdeckt
3. Supervulkane werden schnell wieder aktiv
4. Erster Nano-Blick in das lebende Gehirn
5. Tempolimit auf dem Quanten-Highway