• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Mittwoch, 26.07.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Adulte Stammzellen als Wunderdoktoren?

Neues Projekt will Stammzellwachstum optimieren

Nicht nur embryonale, auch adulte Stammzellen besitzen die Fähigkeit, sich in verschiedene Zellarten zu differenzieren. An einer Methode, das Wachstum von Stammzellen aus dem menschlichen Knochenmark zu optimieren, arbeiten jetzt Wissenschaftler des Kompetenzzentrums für Materialien im Blut-Gewebekontakt in Dresden.
In einem Teilprojekt züchten Wissenschaftler Stammzellen auf künstlichen Oberflächen. Damit sie sich besser vermehren können, werden die Stammzellen auf Kunststoffoberflächen gesetzt, die zuvor mit Eiweißstoffen benetzt und zum Teil mit Wachstumshormonen beladen wurden.

Da Stammzellen aus dem Knochenmark multipotent sind, sich also zu bestimmten anderen Zellarten wie Knochen- oder Muskelgewebe differenzieren können, lassen sie sich zur Regeneration von verschiedenen Gewebearten nutzen. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Regenerative Medizin. Krankheiten, bei denen es zu einer Verminderung von Zellen kommt, wie Leukämie, Muskelschwund oder Querschnittslähmung könnten mithilfe dieser Stammzellen geheilt werden.

Mittelfristig erscheint es mit dieser Methode möglich, die Differenzierung von Stammzellen direkt im Körper des Patienten zu beeinflussen. Es müsste also kein Gewebe mehr in den Körper eingepflanzt werden, sondern er wäre selbst in der Lage, sich mithilfe der Stammzellen sein eigenes Ersatzgewebe zu produzieren.


Wann die neue Methode in der Medizin angewendet werden kann, ist allerdings noch unklar. "Wir wissen noch nicht, wie schnell die Umsetzung und die Anwendung beim Menschen möglich wird", sagt Professor Gerhard Ehninger von der medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus an der TU Dresden.
(TU Dresden, 03.02.2005 - NPO)
 
Printer IconShare Icon