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Freitag, 28.07.2017
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Immer weniger C02 durch Erneuerbare Energien?

Erste Auswertung des Internationalen Aktionsprogramms vorgelegt

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien verringern sich im Jahr 2015 die globalen Kohlendioxid-Emissionen um 1,2 Milliarden Tonnen - mehr als der gesamte CO2-Ausstoß Deutschlands im Jahr 1990. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung des internationalen Aktionsprogramms, das im Juni letzten Jahres auf der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien - renewables2004 – beschlossen wurde.
Geysire als Zeugen der Erdwärme

Geysire als Zeugen der Erdwärme

Im Rahmen des internationalen Aktionsprogramms haben Regierungen, internationale Organisationen, Finanzierungsinstitutionen, Unternehmen, Verbände und viele andere ihre Bereitschaft untermauert, erneuerbare Energien in den nächsten Jahren zu fördern und die dringend notwendige Energiewende voranzutreiben. Die unterschiedlichen Beiträge reichen von konkreten Ausbauzielen über die Gestaltung von Rahmenbedingungen bis zur Intensivierung von Forschung und Entwicklung.

In der nun vorliegenden Analyse, werden die knapp 200 Aktionen des Programms ausgewertet. Mehr als 100 der Beiträge sind durch einzelne Regierungen eingereicht worden. Fast 30 Staaten der Welt haben konkrete Ausbauziele benannt. Die im Hinblick auf die Verminderung des CO2-Ausstoßes wirksamste Einzelaktion ist die Ankündigung Chinas, bis zum Jahr 2010 ein Zehntel seines Strombedarfs mit Sonnen-, Wind- und kleineren Wasserkraftwerken zu erzeugen. Die dazu vorgesehenen neuen Kapazitäten entsprechen rund 200 Kohlekraftwerken.

Zum weltgrößten Produzenten geothermischer Energie wollen die Philippinen avancieren. Bis zum Jahr 2013 werden sie ihre Stromproduktion aus Wasserkraft, Solarenergie und Geothermie verdoppeln. Für Deutschland wird das im Erneuerbare-Energien-Gesetz fixierte Ausbauziel von 20 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien bis 2020 schon im Jahre 2015 dazu beitragen, 42 Millionen Tonnen CO2 einzusparen.


Die Bundesregierung setzt sich für eine Überprüfung des internationalen Aktionsprogramms im Rahmen der Nachhaltigkeitskommission der UN (Commission on Sustainable Development) ein. Dies soll bei einer Konferenz in China Ende 2005 vorbereitet werden.
(BMU, 31.01.2005 - DLO)
 
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