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Donnerstag, 20.09.2018
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Solarenergie auf Rekordniveau

Besonders China investiert in erneuerbare Energien

Sonne pur: Die Welt setzt immer mehr auf Solarenergie. Im Jahr 2017 ist der weltweite Zubau im Solarsektor auf ein Rekordniveau gestiegen – der Zuwachs war höher als für fossile Brennstoffe, Nuklearenergie und die restlichen erneuerbaren Energien. Eine treibende Kraft dahinter war China, das mehr als die Hälfte zu dem Boom beitrug. In den USA und Deutschland sanken die Investitionen in Photovoltaik und Solarthermie dagegen, wie ein neuer Report zeigt.
Sonnenenergie boomt: Noch nie wurde so viel in den Ausbau von Solarenergie investiert wie 2017

Sonnenenergie boomt: Noch nie wurde so viel in den Ausbau von Solarenergie investiert wie 2017

Ohne den starken Ausbau erneuerbarer Energiequellen ist der Klimawandel nicht zu stoppen, so viel ist klar. Von allen Technologien galt vor allem die Solarenergie lange Zeit als zu teuer und unzuverlässig, denn sie ist stark vom Wetter abhängig. Neuesten Studien zufolge wurde die Sonnenenergie aber deutlich unterschätzt – bis 2050 könnte sie alleine 30 bis 50 Prozent des weltweiten Strombedarfs bedienen.

Doch wie schreitet der Ausbau von Solarenergie aktuell voran? Und welche Länder investieren besonders in erneuerbare Energien? Im Globalen Investment-Report für Erneuerbare Energien 2018 wurde nun die aktuelle Entwicklung der Photovoltaik genauer unter die Lupe genommen.

Immer mehr Geld fließt in den Solarsektor


Das Ergebnis: Noch nie wuchs der Solarenergiesektor so stark wie im Jahr 2017. Weltweit stieg die Kapazität um 98 Gigawatt an. Zum Vergleich: Deutschland gewann 2017 43 Gigawatt Strom aus Solarenergie. "Die Welt hat mehr Leistung durch Solarenergie hinzugefügt als durch Kohle, Gas und Kernkraft zusammen", kommentiert Nils Stieglitz von der Frankfurt School of Finance & Management. "Das zeigt, in welche Richtung es geht. Wir haben aber noch einen weiten Weg vor uns, denn erneuerbare Energien sind immer noch weit davon entfernt den Großteil der Energie beizutragen."


Grund für den starken Zubau sind gestiegene Investitionen. Insgesamt pumpten Geldgeber im Jahr 2017 160,8 Milliarden US-Dollar in den Solarsektor. Das entspricht einem Anstieg um 18 Prozent und ist mehr als doppelt so viel wie in die Investionen Gas und Kohle zusammengenommen. Besonders China trieb das Wachstum voran und steigerte seine Investitionen um 58 Prozent. "Der außergewöhnliche Anstieg von Solar-Investments auf der ganzen Welt zeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn wir uns zu einem Wachstum verpflichten, das nicht der Umwelt schadet", sagt Erik Solheim, Leiter des UN-Umweltprogramms.

China überholt die USA und Europa


Mittlerweile beziehen wir weltweit 12,1 Prozent unserer Energie aus Sonne, Wind, Biomasse, Abfall, Geothermie und Wasserkraft – ein Anstieg um 1,1 Prozent seit 2016. Die treibende Kraft hinter diesem Wachstum war China. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht steuerte 2017 fast die Hälfte aller weltweiten Investitionen bei. Auch in Australien, Mexiko und Schweden boomte die saubere Energie. In Mexiko stiegen die Investitionen sogar um das Achtfache.

Ganz anders jedoch in Europa und den USA. Beide Industriemächte investierten jeweils nur etwa 40 Milliarden US-Dollar in Sonne, Wind und Co., weniger als ein Drittel verglichen zu China. Zudem sackte der Markt in beiden Regionen deutlich ab, in Deutschland sogar um mehr als ein Drittel. Das niedrigere Investment in diesen Ländern hatte laut Experten diverse Gründe, unter anderem weniger Unterstützung durch die Politik und die unsichere Finanzierung von Großprojekten, wie etwa Offshore-Windanlagen.


Mehr Informationen im Globalen Investment-Report für Erneuerbare Energien 2018.
(UN Environment, 09.04.2018 - YBR)
 
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