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Dienstag, 26.09.2017
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Mars: Erstmals Meteorit auf anderem Planeten entdeckt

Rover Opportunity findet „Hitzeschild-Felsen”

Das Roboterfahrzeug Opportunity hat zum allerersten Mal auf einem anderen Planeten einen Meteoriten entdeckt. Der auf dem Mars gefundene basketball-große von Dellen übersäte Himmelskörper besteht größtenteils aus Eisen und Nickel, wie Spektrometermessungen zeigten. Nur ein kleiner Teil der auf der Erde gefundenen Meteoriten gehört zu dieser Klasse, darunter auch der Meteorit, der den Meteorkrater in Arizona hinterließ.
„Hitzeschild-Felsen”

„Hitzeschild-Felsen”

„Das ist eine gewaltige Überraschung, obwohl es das eigentlich nicht hätte sein sollen“, erklärt Steve Squyres von der Cornell Universität in New York. Der Meteorit mit dem Spitznamen „Hitzeschild-Felsen” liegt inmitten von Geröll nahe dem abgeworfenen Hitzeschild des Marsrovers auf der Oberfläche von Meridiani Planum, einer von Kratern übersäten Ebene.

“Ich habe niemals gedacht, dass wir unsere Instrumente an einem Gestein einsetzen, das von woanders als vom Mars kommt”, erklärt Squyres. „Denken Sie nur mal daran, woher ein solcher Eisenmeteorit stammt: Von einem zerstörten Planeten oder einem Planetesimal, das groß genug war, um einen metallischen Kern und einen steinigen Mantel auszubilden.”

Die Wissenschaftler des Rover-Teams fragen sich nun, wie viele der Felsbrocken auf der Marsoberfläche möglicherweise in Wirklichkeit Steinmeteoriten sein könnten. „Der Mars müsste von erheblich mehr Steinmeteoriten getroffen werden als Eisenmeteoriten“, so Squyres. „Wir haben jede Menge Steine draußen in den Ebenen gesehen. In den nächsten Wochen werden wir einige davon näher untersuchen. Das Entscheidende dabei ist nicht, was wir dabei über Meteoriten lernen – davon haben wir jede Menge auf der Erde – sondern was uns die Meteoriten über Meridiani Planum erzählen können.” Die Anzahl der Meteoriten könnte unter anderem in Indikator dafür sein, ob die Ebene langsam abgetragen wird oder aber sich im Aufbau befindet.


Schon die ersten Beobachtungen des „Hitzeschild-Felsens“ mithilfe eines Miniatur-Thermalemissions-Spektrometers in der letzten Woche deuteten auf eine metallische Zusammensetzung des Brockens hin und ließ Spekulationen über die Meteoritennatur des Steins aufkommen. Der Rover fuhr daher nahe an den Stein heran und führte weitere Messungen mit den genaueren Mössbauer- und Alphateilchen-Röntgen-Spektrometern durch. Im Laufe des letzten Wochenendes kam dann endlich die Bestätigung: Es war tatsächlich ein Meteorit.
(Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, California, 20.01.2005 - NPO)
 
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