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Freitag, 20.01.2017
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Jeder Dritte sieht nicht "scharf"

Ergebnisse der Sehtestaktion zur "Woche des Sehens" eher bedenklich

Rund 30 Prozent der Deutschen haben keine optimale Sehschärfe – trotz Sehhilfen. Das geht aus den nun ermittelten Ergebnissen der größten Sehtestaktion des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA) hervor. Gut ein Drittel aller Getesteten hatte enweder in der Nähe oder in der Ferne deutliche Einbußen.
Sensor Auge

Sensor Auge

Im Rahmen der bundesweiten Woche des Sehens (9.-15. Oktober 2004) haben rund 1.700 Augenoptiker mehr als 20.000 Sehtests durchgeführt. Knapp 66 Prozent der getesteten Personen waren Brillenträger, 4,5 Prozent trugen Kontaktlinsen. Von allen Testpersonen erreichten nur rund 68 Prozent eine optimale Sehschärfe (mindestens 100 Prozent) in der Ferne. Jeder fünfte kam in dieser Kategorie auf maximal 70 Prozent. Insgesamt elf Prozent der Testpersonen erreichten lediglich eine Sehschärfe in der Ferne von höchstens 50 Prozent.

Auch im Nah-Sehbereich wiesen nur 70 Prozent eine 100-prozentige Sehschärfe auf. Besonders aufschlußreich waren die Testergebnisse in der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre, denn in dieser Zeitspanne entsteht bei nahe zu allen Personen die so genannte "Alterssichtigkeit", bei der insbesondere das Nah-Sehvermögen zum Beispiel beim Lesen nachläßt. Hier existiert offenbar eine große Zurückhaltung der betroffenen Personen, diese Fehlsichtigkeit mit einer Brille oder Kontaktlinsen zu korrigieren. Lediglich knapp 58 Prozent der Nicht-Brillenträger in dieser Altersgruppe kamen auf eine Sehschärfe von 100 Prozent, bei den Brillenträgern waren es immerhin 80,7 Prozent.

Für den ZVA-Präsidenten Thomas Nosch ein klares Zeichen: "Viele dieser Personen versuchen offenbar, die Anschaffung ihrer häufig ersten Brille zu verschieben. Gerade aber beim Lesen könnte eine individuelle Lesebrille hier große Erleichterung schaffen."


Ein besonderes Problem zeigt sich auch bei den Führerscheininhabern. Hier erreichen lediglich 74 Prozent eine optimale Sehschärfe. Jeder fünfte Autofahrer würde den notwendigen Führerscheinsehtest nicht oder gerade noch bestehen. Rund sieben Prozent der Autofahrer bewegen sich mit einer Sehschärfe von maximal 50 Prozent im Straßenverkehr. Für Thomas Nosch ein sehr bedenklicher Zustand: "Eine unzureichende Sehschärfe von Autofahrern gefährdet viele Verkehrsteilnehmer. Da es keine gesetzlich vorgeschriebenen Wiederholungssehtests gibt, können wir im Sinne der Sicherheit nur apellieren, regelmäßig die Sehschärfe beim Augenoptiker überprüfen zu lassen".
(Zentralverband der Augenoptiker, 13.01.2005 - NPO)
 
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