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Sonntag, 17.12.2017
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Weniger Sauerstoff für die Ostsee?

Neues Forschungsprojekt untersucht Auswirkungen von Offshore-Windparks

In den kommenden drei Jahren wollen Forscher im Rahmen eines neuen Projektes untersuchen, ob Offshore-Windparks den Einstrom von Salzwasser in die Ostsee behindern. Im Rahmen von QuantAS-off (Quantifizierung von Wassermassen-Transformationen in der Arkona See: Über die Auswirkungen von Offshore Windparks) geht es den Wissenschaftlern aber auch darum, herauszufinden, welche Folgen große Offshore-Anlagen für die Sauerstoffversorgung der Tiefenbecken der Ostsee haben.
Am 10. bis 11. Januar 2005 werden sich am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) rund 30 Wissenschaftler aus Dänemark, Deutschland, Polen und Schweden treffen um eine genaue Projektplanung zu erarbeiten.

Die Auswirkungen von Windparks auf den jahreszeitlichen Vogelzug oder die Besiedlung des Meeresbodens werden bereits seit einigen Jahren erforscht. Der Effekt auf den Wasserkörper selber und damit auf die grundlegenden marinen Umweltbedingungen wurde dagegen bislang vernachlässigt. Zu unrecht wie die Warnemünder finden, denn sie befürchten, dass es an den Pfeilern der Anlagen zu Verwirbelungen kommen kann, wodurch aus der Nordsee kommendes sauerstoff- und salzreiches Tiefenwasser mit dem süßeren Oberflächenwasser verdünnt würde.

Eine Folge könnte sein, dass alle östlich der Windparks liegenden Ostseebecken in Zukunft schlechter mit Sauerstoff versorgt wären. Mit QuantAS-off soll diese Hypothese überprüft und gegebenenfalls nach Standorten und Anlagenarten gesucht werden, bei denen ein Windpark möglichst wenig Veränderungen im Wasseraustausch zwischen West und Ost bewirkt.


Bei der Auftaktveranstaltung sind deshalb nicht nur die Projektteilnehmer und Vertreter des Bundesumweltministeriums geladen. Auch Windkraftanlagenbauer und Genehmigungsbehörden wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie nutzen die Gelegenheit, ihre Positionen darzustellen und mit den Forschern in Diskurs zu treten. Aus Dänemark, Polen und Schweden reisen Ostseeforscher an, die wie die IOWler einen deutlichen Forschungsbedarf auf diesem Gebiet sehen und QuantAS-off deshalb mit großem Interesse begleiten.
(idw - Institut für Ostseeforschung Warnemünde, 07.01.2005 - DLO)
 
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