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Samstag, 23.06.2018
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Subtropen: Klimawandel verändert Hochdruckgebiete

Erderwärmung wirkt sich auf subtropische Antizyklone unterschiedlich aus

Fünf Hochdruckgebiete über den Ozeanen prägen das Klima in den Subtropen entscheidend mit: Wissenschaftler haben nun untersucht, wie die zunehmende Erderwärmung diese Antizyklone beeinflusst. Ihre Modellsimulationen zeigen: Der Klimawandel wirkt sich je nach Region ganz unterschiedlich aus. Während er die Hochdruckgebiete über dem Nordpazifik, dem Südantlantik und dem Indischen Ozean abschwächt, hat er auf das Südpazifik- und das Nordatlantik-Hoch eine verstärkende Wirkung.
Prognostizierte Veränderungen der relativen Wirbelstärke

Prognostizierte Veränderungen der relativen Wirbelstärke

Im Sommer wird das Wetter über den Ozeanen der Subtropen von fünf großflächigen Hochdruckgebieten bestimmt. Sie sind ein entscheidender Bestandteil der atmosphärischen Zirkulation und verantwortlich für die Entstehung von Monsun-Winden, subtropischen Wüsten und mediterranen klimatischen Bedingungen. Auf diese Weise nehmen die auch Antizyklone genannten Luftmassen erheblichen Einfluss auf das Klima in der Region.

Da verstärkt, dort abgeschwächt


Wissenschaftler um Chao He von der Jinan Universität im chinesischen Guangzhou haben nun untersucht, wie sich die Erderwärmung in Zukunft auf diese Hochdruckgebiete auswirken könnte. Mithilfe von 30 unterschiedlichen Modellsimulationen berechneten sie, welchen Effekt die zunehmenden Mengen menschengemachter Treibhausgase auf die Antizyklone über dem Nordpazifik, dem Südatlantik und dem südlichen Indischen Ozean sowie das Südpazifik-Hoch und das Nordatlantik-Hoch haben.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Klimawandel unterschiedlich auf die globalen subtropischen Hochdruckgebiete auswirken wird", sagt Liwei Zou von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking. So werden die Antizyklone über dem Nordpazifik, dem Südantlantik und dem Indischen Ozean in den Klima-Szenarien der Wissenschaftler durch den Effekt der Treibhausgase abgeschwächt. Jene über dem Nordatlantik und dem Südpazifik hingegen verstärken sich wahrscheinlich.


Zwei entscheidende Faktoren


Verantwortlich dafür sind dem Team zufolge vor allem zwei Faktoren: eine erhöhte statische Stabilität der Troposphäre sowie veränderte Wärmeaustauschprozesse innerhalb der Luftmassen. Dabei wirkt sich die höhere Stabilität der Luftpakete abschwächend auf die Intensität aller fünf Hochdruckgebiete aus.

Der veränderte Wärmeaustausch hat abhängig von den regional vorherrschenden Bedingungen je nach Hochdruckgebiet jedoch unterschiedliche Folgen. Über dem Nordpazifik etwa verstärkt dieser Mechanismus den abschwächenden Effekt der statischen Stabilität noch. Über dem Nordatlantik und dem Südpazifik kehrt er ihn wieder um und verstärkt die beiden dort angesiedelten Antizyklone, wie die Forscher berichten. (Journal of Climate, 2017; doi: 10.1175/JCLI-D-16-0529.1)
(Chinese Academy of Sciences, 14.08.2017 - DAL)
 
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