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Samstag, 20.03.2010
Nanotechnik als Joblieferant
BMBF-Studie: 10.000 neue Arbeitsplätze in den nächsten beiden Jahren
In der Nanotechnologie können in den kommenden zwei Jahren bis zu 10.000 weitere Arbeitsplätze in Deutschland entstehen. Das geht aus einer dreiteiligen Studie der Innovations- und Technikanalyse (ITA) über die Nanotechnologie hervor, die Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn in Berlin vorgestellt hat.

Nanokohlenstoffröhrchen
Nanokohlenstoffröhrchen
© NASA
„Die Nanotechnologie hat das Potenzial, viele Technologiefelder grundlegend zu verändern“, sagte Bulmahn. Erstmals sind im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Auswirkungen der Nanotechnologie auf Wirtschaft und Medizin sowie ihre energie- und ressourcensparenden Anwendungen umfassend untersucht worden.

Bulmahn wies darauf hin, dass Deutschland bei der Nano-Forschung hinter den USA im internationalen Vergleich an zweiter Stelle stehe. „Bei der Entwicklung von Nano-Anwendungen im Gesundheitswesen sind wir sogar weltweit führend“, zitiert die Ministerin die Studie. Woran es allerdings noch mangele, sei die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte. Hier nehme Deutschland hinter den USA und Japan nur den dritten Rang ein, so die Ministerin.

450 Unternehmen arbeiten laut ITA bundesweit im Bereich der Nanotechnologie. Bis 2015, so die Studie, werden nanotechnologische Komponenten und Verfahren allerdings in alle Industriezweige einfließen. Bulmahn hob hervor, dass die Nanotechnologie nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische Vorteile bringe. Beeindruckende Öko-Bilanzen zeigten beispielsweise Lacke mit nanotechnologischen Komponenten. Die Energie- und Schadstoffbilanz sei bei diesen wesentlich besser als bei herkömmlichen Lacken.
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