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Donnerstag, 20.07.2017
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Braune Wolke über Asien

Ozonsmog hat globale Auswirkungen

Eine gigantische braune Wolke aus verschmutzter Luft, Schwebteilchen und Ozon liegt über großen Teilen Südasiens und dem Indischen Ozean. NASA-Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass diese Wolke nicht nur für Umwelt und Menschen der betroffenen Region negative Folgen hat, sondern auch globale Auswirkungen zeigt.
Satelliten erkunden die "braune Wolke"

Satelliten erkunden die "braune Wolke"

Die Ergebnisse einer neuen Studie wurden jetzt auf einem Treffen der American Geophysical Union in San Francisco von den Wissenschaftlern vorgestellt und Ursachen, Bewegung und die Auswirkungen der Wolke diskutiert. Die Luftmasse enthält einen ungesunden Mix aus Schadstoffen, Rauch und Ozon. Die NASA-Forscher untersuchten den interkontinentalen Ozonsmog und die Rolle der braunen Wolke dabei mithilfe einer Technik, die Satellitendaten und Ozonwerte, die durch Wetterballonmessungen gewonnen wurden kombiniert.

Das Ozonmessinstrument an Bord des Aura-Satelliten lieferte die Hauptdaten zur braunen Wolke. „Die guten, hochauflösenden Aufnahmen dieses Instruments helfen uns dabei, die Hauptfragen zu klären, darunter auch, wie viel des troposphärischen Ozons aus Emissionen stammt und wie viel aus natürlichen Prozessen“, erklärt Robert Chatfield, Wissenschaftler am Ames Forschungszentrum der NASA.

Die Analysen zeigen, dass das Ozon in der unteren Atmosphäre über dem Indischen Ozean aus den stark entwickelten industriellen und landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten der Region stammt. Dieser Schadstoffausstoß hat weit reichende Folgen, da es sich oft bis nach Afrika hinein bewegt, und damit noch weiter verteilt, als die braune Schadstoffwolke.


„Ozon ist ein Dreifach-Spieler auf dem Feld der Umwelt. Es gibt drei verschiedenen Wege, auf die das Ozon unser Leben beeinflusst“, so Chatfield. „Eine Schutzschicht aus ‚gutem Ozon’, hoch in der Atmosphäre, schützt uns vor tödlichen ultravioletten Strahlen von der Sonne. Zweitens, schädigt ‚schlechtes’ Ozon, der Ozonsmog unsere Lungen aber auch die Ernten. In unserer Studie betrachten wir einen dritten Haupteffekt des Ozons: Es kann auch den Planeten erwärmen, da es ein starkes Treibhausgas ist.“

„Wir stellten fest, dass sowohl die braune Wolke als auch natürliche Prozesse zu den ungesunden Konznetrationen des Ozons in der Troposphäre beitragen können. Ein Teil des Ozons aus der braunen Wolke steigt hoch genug auf, um sich in der gesamten Atmosphäre zu verteilen“, erklärt Chatfield. Nach Erkenntnissen der Wissenschaftler kann auch Ozon aus der Schutzschicht der Atmosphäre, der Stratosphäre, so weit hinabsinken, dass es die Konzentration in der niedrigen Atmosphäre erhöht.
(NASA/Ames Research Center, 20.12.2004 - NPO)
 
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