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Donnerstag, 09.02.2012
Gummibärchen gegen Vitaminmangel
Neues Nahrungsergänzungsmittel für Mukoviszidose-Patienten
Gummibärchen mit speziell aufbereiteten Vitaminen können den Vitaminmangel von Mukoviszidosekranken besser beheben, als herkömmliche Mittel. Dies ist das Ergebnis einer Studie, für die die Ernährungswissenschaftlerin Evelyn Back von der Universität Hohenheim mit dem Dr.-Werner-Fekl-Preis für klinische Ernährung ausgezeichnet wurde.

In ihrer Studie untersuchte Back Patienten mit Mukoviszidose und gesunde Vergleichspersonen in Bezug auf ihre Versorgung mit antioxidativen Vitaminen. Wie die Forscherin bemerkte, war die Vitaminversorgung der Patienten in allen Altersgruppen schlechter als bei gesunden Personen, wobei sich der Trend mit zunehmendem Alter verstärkte. Gleichzeitig litten die älteren Patienten stärker unter oxidativem Stress.

Dabei traten die Vitamindefizite auf, obwohl die Patienten eigentlich mit Vitaminpräparaten in ausreichenden Dosen versorgt waren. Als Ursachen erkannte Back, dass manche Patienten die Präparate nicht regelmäßig genug einnehmen oder die Vitamine aufgrund der bei den Patienten auftretenden Verdauungsstörungen nicht ausreichend absorbieren können.

Als Ausweg entwickelte die Ernährungswissenschaftlerin ein Nahrungsergänzungsmittel in Form von Gummibärchen, die die bei Mukoviszidose sonst nur schlecht verfügbaren fettlöslichen Vitamine in einer besonders leicht zu erschließenden Form enthalten. Im Rahmen der Studie zeigte sich, dass die Bioverfügbarkeit der Vitamine aus den Gummibärchen bei gesunden Probanden höher war als aus herkömmlichen Präparaten. Die Gummibärchen werden nun in einer Studie mit Mukoviszidosepatienten getestet.

Die Wissenschaftler erhoffen sich neben dem positiven Effekt auf die Vitaminversorgung der Patienten, dass vor allem junge Patienten das Supplement wegen der attraktiven Verpackung lieber und regelmäßiger einnehmen als die bisher verwendeten Präparate.
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