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Mittwoch, 29.03.2017
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Gift im Kaffee auf der Spur

Neue Testverfahren soll Verbraucher schützen

Ein neuer Anti-Gift-Test für Milch und Kaffee könnte in Zukunft eine Verseuchung mit Schimmelpilzgiften besser und schneller aufspüren als bisherige Methoden: Das vom Technologie-Transfer- Zentrum Bremerhaven (ttz Bremerhaven) gestartete Projekt soll so erheblich zum stärkeren Schutz der Konsumenten beitragen.
"Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Kaffeeproben mit Ochratoxin belastet sind", erläutert Caroline Mähr, Projektleiterin im Projekthaus Bio-Nord des ttz Bremerhaven. Weiterhin steht Aflatoxin im Blickpunkt der Lebensmittelforscher. Beide der kritischen Stoffe stammen aus Schimmelpilzen. "Sowohl Afla- als auch Ochratoxin werden von der EU als potenziell Krebs erregend eingestuft", führt Mähr weiter aus.

Dementsprechend sind EU- Verordnungen erlassen worden, die Kontamination von Milch und Kaffee auf das niedrigste technisch erreichbare Niveau zu senken. "Dazu gehört natürlich unmittelbar die technologische Möglichkeit, diese Stoffe durch unkomplizierte und rasche Tests bei den Herstellern auch schon in kleinsten Konzentrationen zu erkennen", betont Mähr. "Genau solch einen Test wollen wir jetzt entwickeln."

Das Verfahren beruht insbesondere auf einer Technologie des Unternehmens Chimera Biotec aus Dortmund, bei der bekannte Testverfahren durch Hinzunahme eines DNA-Markers enorm verbessert wurden. "Jetzt geht es darum, dieses optimierte Verfahren mit den entsprechenden Analysemethoden zu kombinieren, und dieses angestrebte Endprodukt in einem einfach anwendbaren Test-Kit der Industrie an die Hand zu geben", beschreibt Mähr die Ansatzpunkte von MYCOPLEX.


Diesem ehrgeizigen Vorhaben haben sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, England, Spanien, Schweden und den Niederlanden angeschlossen. Die Laufzeit des Projektes beträgt zwei Jahre. Aufgrund des hohen Innovationspotenzials und der Anwendbarkeit für die Hersteller wird das Projekt MYCOPLEX von der Europäischen Union mit Geldern aus dem Topf "Cooperative Research Action for Technologies" des Mittelstandsförderprogramms CRAFT unterstützt.

"Die Ansprüche der Verbraucher an gesunde Lebensmittel steigen ständig, ebenso wie sich die technologischen Möglichkeiten stetig verbessern", betont Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven. "Unser Verständnis von Technologie-Transfer beruht auf der Philosophie, die neuesten technischen Möglichkeiten für die Hersteller in praktisch anwendbarer und ökonomisch vertretbarer Form aufzubereiten. Dies bringt qualitative und gesundheitliche Vorteile für alle Verbraucher, und ebenso ökomische Entwicklungsmöglichkeiten für die Hersteller, deren Image durch die immer besseren Produkte einen positiven Schub erhält."
(Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven, 08.12.2004 - NPO)
 
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