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Freitag, 30.09.2016
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Ozeane: Entdeckungstour für Jedermann

Ausstellungsschiff MS Wissenschaft startet Fahrt durch Deutschland zum Thema Meer und Ozean

Ausstellungsschiff unterwegs: Bei der diesjährigen Tour der MS Wissenschaft geht es um unsere Ozeane – die wichtigsten und gleichzeitig am wenigsten erforschten Lebensräume unseres Planeten. Die Exponate an Bord laden dazu ein, die Welt der Meere, ihre Nutzung und die Probleme interaktiv zu erkunden und zu erleben. Das Schiff wird im Laufe dieses und des nächsten Jahres in 68 Städten in Deutschland und Österreich anlegen.
Mit einer Virtual Reality-Brille ins tropische Korallenriff abtauchen - das geht auf der MS Wissenschaft

Mit einer Virtual Reality-Brille ins tropische Korallenriff abtauchen - das geht auf der MS Wissenschaft

Unsere Erde ist ein Wasserplanet: Immerhin gut 70 Prozent ihrer Oberfläche ist von Ozeanen bedeckt. Immerhin 1.370 Millionen Kubikkilometer Wasser verteilen sich auf die Weltmeere und reichen durchschnittlich rund 3,8 Kilometer weit in die Tiefe. Die Meere sind für uns und unseren Planeten Klimamaschine, Lebensraum und Nahrungsquelle zugleich. Aber trotz dieser enormen Größe und Bedeutung haben wir bisher nur einen Bruchteil des marinen Lebensraums erkundet – wir kennen nur rund fünf Prozent.

Unbekanntes Reich


Kein Wunder also, dass Wissenschaftler davon ausgehen, dass bis zu zehn Millionen Lebewesen in den Weiten der Ozeane noch auf ihre Entdeckung warten. Allein im Rahmen des größten internationalen Meeresforschungsprojekts der Neuzeit: des Census of Marine Life stießen die Forscher auf völlig unbekannte Lebenswelten – und das beileibe nicht nur in der unzugänglichen Tiefsee.

Die MS Wissenschaft an einer Anlegestelle in Esslingen.

Die MS Wissenschaft an einer Anlegestelle in Esslingen.

Um die Ozeane und ihre Bedeutung geht es daher auch im diesjährigen Wissenschaftsjahr: "Wir brauchen Wissenschaft und Forschung, um noch mehr über die Ozeane zu erfahren, sie umweltverträglich zu nutzen und effektiv zu schützen", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Mit dem Wissenschaftsjahr 2016/17 wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen, was Wissenschaft und Forschung leisten können, um die Zukunft der Meere und Ozeane zu sichern."


Interaktiv erkunden


Welche Überraschungen die Meere noch für uns bereit halten, wie wir sie nutzen und warum wir sie schützen müssen – dies lässt sich im Rahmen des Wissenschaftsjahres auch an Bord der MS Wissenschaft hautnah erkunden. Die Exponate an Bord laden zum Entdecken und Ausprobieren ein: Spielerisch erfährt man, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert, wie ein tropisches Korallenriff durch eine Virtual-Reality-Brille aussieht und welche Lebewesen in vollkommener Finsternis tausende Meter tief am Meeresgrund leben.

Das längste Gebirgssystem der Welt liegt unter Wasser - auf diesem Reliefglobus kann man es bestaunen.

Das längste Gebirgssystem der Welt liegt unter Wasser - auf diesem Reliefglobus kann man es bestaunen.

Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr sogenannte Ozeanwerkstätten. Dort können interessierte Bürger gemeinsam mit Wissenschaftlern, Designern und Informatikern an Lösungen für die Zukunft der Meere tüfteln. Das kann zum Beispiel eine Messstation zur Meeresverschmutzung sein – oder auch eine App, die die Verbreitung von Plastikmüll zeigt. Zwei Tage je Werkstatt feilen die Teilnehmer an Bord der MS Wissenschaft kreativ an ihren Ideen und setzen Prototypen um.

Die Tour startet am Dienstag in Kiel im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016/17 – Meere und Ozeane. Bis September steuert die MS Wissenschaft 33 Liegeplätze im Norden, Westen und Osten Deutschlands an. Im nächsten Jahr wird sich eine zweite Fahrt mit 35 Stationen auf die Mitte und auf den Süden Deutschlands konzentrieren und auch bis nach Österreich führen. Einen Überblick über Stationen und Exponate gibt es auf der Website des Ausstellungsschiffs.
(Wissenschaft im Dialog (WiD), 04.05.2016 - NPO)
 
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