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Dienstag, 12.12.2017
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Übergewicht macht Arterien steif

Elastizität der Aorta geringer als normal

Bei übergewichtigen Menschen, die ansonsten gesund sind und bei denen keine Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten vorliegen, ist die Elastizität der Blutgefäße bereits deutlich verringert. Dies haben jetzt Mediziner der Uni Würzburg herausgefunden.
{1l}In einer Studie untersuchten die Forscher Übergewichtige und gesunde Kontrollpersonen. Mittels Magnetresonanz-Bildgebung bestimmten sie die Elastizität der Aorta und die Herzfunktion. Obwohl sie an den Gefäßen der Übergewichtigen noch keine strukturellen Veränderungen feststellen konnten, war die Elastizität der Arterien schon deutlich geringer als normal. "Alleine das Übergewicht reicht also aus, um die Elastizität und damit die Funktion der Gefäße zu stören", so der Mediziner Frank Wiesmann.

Damit haben die Wissenschaftler erstmals nachgewiesen, dass Übergewicht ein sehr starker und unabhängiger Faktor für die Entstehung von Gefäßfunktionsstörungen und Arteriosklerose ist. Das gilt auch dann, wenn die Betroffenen nicht an Begleiterkrankungen wie Diabetes, erhöhten Blutfettwerten oder Bluthochdruck leiden.

Derzeit gelten weltweit etwa 300 Millionen Menschen als übergewichtig. Etwa 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind betroffen. Aber auch Kinder entwickeln immer häufiger Übergewicht, bedingt durch eine falsche Ernährung.


Für ihre Erkenntnisse wurden die Forscher um Frank Wiesmann ausgezeichnet. Die jetzt preisgekrönte Arbeit entstand in einer Kooperation zwischen der Medizinischen Klinik der Uni Würzburg und der MR- Forschungsabteilung der Universität Oxford. Stellvertretend für die Arbeitsgruppe nahm Monique Robinson aus Oxford im November den "AHA Young Investigator Award" entgegen, einen von der "American Heart Association" (AHA) verliehenen Preis für Nachwuchsforscher.
(idw - Universität Würzburg, 01.12.2004 - DLO)
 
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