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Freitag, 09.12.2016
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Sport beugt Wechseljahres-Beschwerden vor

Ein aktiver Lebensstil im mittleren Alter erleichtert Frauen die Zeit die Menopause

Sport gegen Hitzewallungen: Bewegung kann den lästigen Symptomen der Wechseljahre vorbeugen, wie eine umfangreiche Studie in Lateinamerika nun nahelegt. Demnach leiden Frauen, die im mittleren Alter regelmäßig Sport treiben, während der Menopause seltener unter Hitzewallungen, Depressionen und Co. Die Wechseljahres-Beschwerden sind bei ihnen zudem insgesamt weniger stark ausgeprägt, wie die Forscher berichten.
Bewegung im mittleren Alter hilft, den Symptomen der Wechseljahre vorzubeugen

Bewegung im mittleren Alter hilft, den Symptomen der Wechseljahre vorzubeugen

Bewegung ist für unsere Gesundheit wichtig – das ist nichts Neues. Schon wer pro Stunde nur zwei Minuten umhergeht, verlängert sein Leben. Sport wirkt zudem Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen entgegen, hält das Gehirn fit und hilft gegen Depressionen.

Jetzt haben Juan Blümel und seine Kollegen von der Collaborative Group for Research of the Climacteric eine weitere positive Wirkung von Sport und Bewegung nachgewiesen – auf die Wechseljahre. Für ihre Studie hatten sie gut 6.000 Frauen in elf Ländern Lateinamerikas nach ihren Menopause-Symptomen befragt, aber auch nach ihrem bisherigen Lebensstil und speziell ihrer körperlichen Aktivität.

Couchpotatos leiden mehr


Das Ergebnis: Frauen mit einem eher aktiven Lebensstil, die mindestens dreimal in der Woche 30 Minuten Sport machten, litten weniger stark unter Wechseljahres-Beschwerden als ihre eher bewegungsarm lebenden Altersgenossinnen. Typische Symptome wie Hitzewallungen, Depressionen, Schlafstörungen und andere traten bei den aktiven Frauen seltener auf. Zudem gehörten weniger von ihnen zur Gruppe der stark von Menopause-Symptomen betroffenen, wie die Forscher berichten.


Bisher sei der Zusammenhang zwischen Bewegung und der Stärke der Wechseljahres-Beschwerden nicht eindeutig gewesen und Studien ergaben widersprüchliche Ergebnisse, so Blümel und seine Kollegen. Doch diese neuen Ergebnisse bestärkten nun die Vermutung, dass Sport und ein aktiver Lebensstil Frauen dabei helfen könnten, diesen Übergang besser zu meistern.

"Jede Menge Vorteile"


"Weniger Hitzewallungen, weniger Gesundheitsprobleme und ein erhöhtes Wohlbefinden – wer möchte von diesen Vorteilen nicht profitieren", kommentiert JoAnn Pinkerton von der North American Menopause Society. Zudem Bewegung ja auch andere Gesundheitsrisiken effektiv bekämpfen könne. "Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko für Brust- und Darmkrebs, für Demenz, Herzinfarkte, Schlaganfall und Depression", sagt Pinkerton. Außerdem verhindere es Knochenschwund und stärke das Immunsystem.

Der einzige Haken: Der innere Schweinehund muss überwunden werden – und das ist für viele extrem schwer. (Menopause, 2016; doi: 10.1097/GME.0000000000000575)
(The North American Menopause Society (NAMS), 01.02.2016 - NPO)
 
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