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Dienstag, 27.09.2016
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Elf Milliarden Menschen bis 2100

Weltbevölkerung wächst vor allem in Afrika, Asien und Europa werden immer älter

Die Weltbevölkerung wächst weiter: Nach neuesten Schätzungen von UN-Bevölkerungsforschern wird es Ende dieses Jahrhunderts mehr als elf Milliarden Menschen auf der Erde geben. Größter Treiber für dieses Wachstum sind dabei die afrikanischen Länder. Bei uns und in anderen Industrieländern dagegen wird die Einwohnerzahl weiter absinken und der Anteil der Älteren weiter stark zunehmen, so die Prognose.
Die Menschheit wächst noch immer

Die Menschheit wächst noch immer

Die Zahl der Menschen auf unserem Planeten wächst weiter: Erst 2011 hat die Weltbevölkerung die sieben Milliarden Marke überschritten, doch ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen – zumindest in vielen Entwicklungsländern. Das belegen auch die neuesten Schätzungen, die John Wilmoth, Leiter der UN Bevölkerungsabteilung nun auf einer Statistiker-Tagung in Seattle vorstellte.

Demnach soll die Weltbevölkerung von heute 7,3 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden im Jahr 2050 steigen. Bis 2100 erhöhte sich dies dann nochmal auf rund elf Milliarden, so der Forscher. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Wachstum der Menschheit stoppt oder sich sogar umkehrt, liegt dagegen bei nur etwas mehr als 20 Prozent.

Afrika wächst am schnellsten


Treibende Kraft für das Bevölkerungswachstum sind dabei ausgerechnet die ärmsten Länder Afrikas. Allein auf diesem Kontinent wird sich die Zahl der Menschen bis 2100 wahrscheinlich vervierfachen, so die Prognosen. Allein in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, könnte die anhaltend hohe Fortpflanzungsrate dafür sorgen, dass die Einwohnerzahl von heute 182 Millionen auf 752 Millionen im Jahr 2100 steigt.


Die Prognosen des aktuellen UN-Bevölkerungs-Reports

Die Prognosen des aktuellen UN-Bevölkerungs-Reports

Für die betroffenen Länder – aber auch die restliche Welt – ist dies mehr als nur ein Zahlenspiel, wie Wilmoth betont. Denn ein schnelles Bevölkerungswachstum in armen Ländern trägt dazu bei, die Probleme noch weiter zu verschärfen. Die Ressourcen werden immer knapper, es fehlt an Gesundheits- und Bildungseinrichtungen und auch an Arbeitsplätzen und Infrastruktur für die wachsende Bevölkerung. Zwar nimmt auch in Afrika die Fortpflanzungsrate in einigen Regionen ab, aber zu langsam, um das rasante Bevölkerungswachstum ausreichend zu bremsen.

Asien wird älter


Trotz dieser Entwicklung wird Asien allerdings der bevölkerungsreichste Kontinent bleiben: Den UN-Prognosen nach wird die Zahl der Menschen dort bis 2050 auf 5,3 Milliarden ansteigen, dann aber bis zum Ende des Jahrhunderts allmählich auf 4,9 Milliarden absinken.

Allerdings bekommt auch Asien bis dahin den demografischen Wandel zu spüren. Denn noch haben Schwellenländer wie China und Indien eine eher junge Bevölkerung. Aber durch die Ein-Kind-Politik und andere Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle wird sich auch in diesen Ländern der Altersdurchschnitt wie schon bei uns deutlich erhöhen. "Diese Länder müssen daher einige der Gewinne ihrer heutigen Demografie in die künftige Versorgung einer alternden Bevölkerung investieren", so Wilmoth.

Deutschland wird zu den ältesten gehören


Der UN-Report bestätigt auch, dass Gesellschaften in den Industrieländern immer älter werden. Das Verhältnis von jungen und mittelalten Einwohnern zwischen 20 und 64 Jahren gegenüber den 65-Jährigen und noch älteren verschiebt sich immer weiter in Richtung der Senioren. Zurzeit liegt diese Quote der noch erwerbsfähigen gegenüber den Rentnern in Japan mit 2,1 am niedrigsten, gefolgt von Italien mit 2,6.

Zu den Ländern, die bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine besonders ausgeprägte Alterung ihrer Gesellschaft erleben werden, gehört nach den UN-Prognosen auch Deutschland: Hier werden auf jeden Rentner nur noch 1,4 Einwohner im arbeitsfähigen Alter kommen. Gleiche Werte werden auch China und Mexiko bis 2100 erreicht haben. Im Gegensatz dazu liegen die afrikanischen Länder Niger, Somalia, Nigeria, Gambia und Angola auch 2100 noch bei einem Wert von fünf jüngeren auf jeden Rentner.
(American Statistical Association, 11.08.2015 - NPO)
 
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