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Freitag, 20.10.2017
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2.000 Physiker enträtseln Kräfte im Atomkern

135 Institute kooperieren bei EU-Projekt

2.000 Physiker aus ganz Europa werden in den nächsten drei Jahren genauer untersuchen, welche Kräfte die Atomkerne zusammenhalten. In dem Projekt, das von der EU mit 17,4 Millionen Euro gefördert wird, kooperieren rund 135 Institute.
TESLA

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Was hält die Atomkerne zusammen?


Eines der mehr als 20 Teilprojekte wird an der Universität Bonn koordiniert. "Es geht uns um eines der großen unverstandenen Probleme der Physik", erklärt Professor Dr. Ulf-G. Meißner vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik. "Wir wollen die fundamentale Kraft besser verstehen, die die Atomkerne zusammenhält - die so genannte starke Wechselwirkung." Atomkerne sind aus Protonen und Neutronen aufgebaut, die ihrerseits zur Gruppe der Hadronen gehören. Und die bestehen wieder aus Unterteilchen, den Quarks und den Gluonen. "Diese Unterteilchen kommen aber nur in Gruppen vor; sie lassen sich nicht isolieren", erklärt der theoretische Physiker. "Wir wollen unter anderem herausfinden, warum das so ist."

Meißner koordiniert eines der drei theoretischen Teilprojekte, in dem insgesamt 19 Institute aus neun Ländern zusammenarbeiten. "Es ist schon ein großer Vorteil, die Leute, die an diesem Thema arbeiten, einmal zusammenzubringen. Viele Gruppen arbeiten an ganz ähnlichen Problemen, teilweise mit ganz ähnlichen, aber auch mit sehr verschiedenen Methoden. Gerade die können natürlich sehr voneinander profitieren." Damit die Kooperation auch klappt, sind regelmäßige interne Meetings geplant. Auch gemeinsame Workshops mit den experimentellen Netzwerken sind vorgesehen.

600.000 Euro Förderung aus Brüssel


600.000 Euro fließen in den nächsten drei Jahren aus Brüssel in die Nussallee und werden von dort weiter verteilt. Dass das Hadronen-Projekt überhaupt zustande kam, ist allein schon eine kleine Sensation: Insgesamt gingen im 6. Rahmenprogramm rund 400 Anträge bei der EU ein; lediglich 20 davon werden nun gefördert. In diesem elitären Kreis sind die Hadronenforscher die einzigen Physiker. Professor Meißner: "Viele hatten uns im Vorfeld gar keine Chancen eingeräumt."
(Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 27.01.2004 - dlo)
 
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