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Dienstag, 25.07.2017
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Neue Nummer eins unter den Supercomputern

Schnellster Rechner der Welt steht bei der NASA

Der mächtigste Supercmputer der Welt steht jetzt bei der US-Weltraumbehörde NASA: Nur wenige Tage, nachdem der neue Rechner Columbia komplett eingerichtet war, konnte unter Nutzung von lediglich 16 der 20 installierten Einzelsysteme eine dauerhaft verfügbare Leistung von 42,7 TeraFlops erzielt werden. Das entspricht 42,7 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Diese Wertung stellt die Performanz aller anderen heute im Betrieb befindlichen Supercomputer klar in den Schatten.
Mit seinem 16-Einzelsystem-Ergebnis überflügelt der Columbia-Rechner sowohl den berühmten Japanischen ´Earth Simulator´, der mit 35,86 TeraFlops lange Zeit unangefochtener Weltspitzenreiter der Supercomputer war, wie auch IBMs Superrechner ´Blue Gene/L´, für den der Hersteller jüngst in einem Inhouse-Experiment 36,01 TeraFlops vermeldete.

Benchmarking-Rekord


Die dauerhaft verfügbare Leistungsfähigkeit (sustained Performance) wurde mit Hilfe des LINPACK-Benchmarks bestimmt. Die gemessenen 42,7 TeraFlops reflektieren das Leistungsvermögen von 8.192 der 10.240 insgesamt installierten 64-Bit-Intel-Prozessoren. Desweiteren konnte NASA-Rechner Columbia beim LINPACK-Benchmark einen Effizienz-Wert von 88 Prozent verbuchen. Das ist ebenfalls ein Rekord.

Zwar ist LINPACK die weithin anerkannte Messlatte für Supercomputing-Leistung, doch kommt es der NASA noch mehr darauf an, in wieweit das Columbia-System den Forschern und Ingenieuren eine revoluzionäre Arbeitsplattform zu bieten vermag. Eine produktive Plattform, auf der sie schneller wissenschaftliche Entdeckungen machen, bessere lebenserhaltende Hochrechnungen durchführen und auch technische Innovationen realisieren können.


Hurrikanvorhersage verbessert


"Benchmarks sind ein dienliches Mittel zur Bestätigung, dass Columbia unseren Leistungserwartungen entspricht, aber es gibt Zahlen, die für uns wesentlich größere Bedeutung haben," erklärt Walt Brooks, der bei der NASA den Bereich ´Advanced Supercomputing´ leitet. "Beispielsweise finden wir die Zahl fünf wichtig. Mit Hilfe des Columbia-Rechners haben die Wissenschaftler herausgefunden, lassen sich die Ausbreitungswege von Hurricans, bevor sie auf Land treffen, auf volle fünf Tage vorausberechnen. Das ist gegenüber den heute möglichen Zwei-Tages-Vorwarnzeiten eine enorme Verbesserung - ein Vorteil, der viel mehr Möglichkeiten bringt, um Menschenleben und Sachwerte zu retten."

"Auch die Zahl eins ist in dieser anderen Hinsicht relevant," ergänzt Brooks. "Unter Nutzung nur eines einzigen der 20 Altix-Einzelsysteme, die hier im Columbia-Rechner installiert sind, haben wir die Zeit, die zur Entwicklung und Analyse eines komplexen Luft- und Raumfahrzeugs erforderlich ist, von Jahren auf einen einzigen Tag reduziert."
(SGI, 28.10.2004 - NPO)
 
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