• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Freitag, 20.01.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Vogelgrippe gefährlicher als SARS

WHO warnt vor Übertragung auf den Menschen

Die Vogelgrippe, durch die bereits drei Todesfälle in Vietnam aufgetreten sind, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wesentlich gefährlicher als SARS. Die Erkrankung wird von infiziertem Geflügel auf den Menschen übertragen.
Hahn

Hahn

Experten erklärten, dass bei den Todesfällen ein enger Kontakt zwischen Menschen und infizierten Vögeln bestanden hat. Peter Cordingley, Sprecher der WHO in Manila, meinte, dass die Gefahr bestehe, dass das H5N1-Virus sich an den herkömmlichen Influenza-Virus haftet. "Wenn es effektiv umgewandelt wird, hat das daraus entstandene Virus ein enormes Schädigungspotenzial", so Cordingley. Das herkömmliche menschliche Influenza-Virus ist wesentlich stärker infektiös als das SARS-Virus und verbreitet sich durch Aerosole, nicht nur durch Tröpfchen wie der SARS-Erreger. "Auch die Sterblichkeitsrate ist beim Influenza-Virus wesentlich höher", erklärt der Experte. Bisher sind zwölf Personen mit der Vogelgrippe in Vietnam infiziert worden. Drei der Patienten sind daran gestorben. In Hongkong sind 1997 durch die Erkrankung sechs von 18 Infizierten verstorben.

Nach Angaben des WHO-Regional-Direktors für den westlichen Pazifik Shigeru Omi ist kein einziger Fall bekannt geworden, bei dem eine Infektion von Mensch zu Mensch zu beobachten war. Der Experte warnte davor, dass in einem solchen Fall die Situation sehr kritisch werden könnte. Bisher sind schätzungsweise eine Mio. Vögel an der Viruserkrankung gestorben. Tausende Vögel wurden aus Angst vor dem Virus notgeschlachtet. Erst vergangene Woche meldeten vietnamesische Behörden, dass das Virus auch in Hühnern gefunden wurde. Auch südkoreanische Behörden meldeten das Auftreten des Vogelvirus. Im Dezember wurden daher mehr als zwei Mio. Hühner und Enten nach dem Auftreten der Erkrankung getötet. In der Zwischenzeit gibt es auch Meldungen über infizierte Vögel in Japan. Einige Länder haben daraufhin einen sofortigen Importstopp von Geflügel und Vögeln erlassen.
(Pressetext Austria, 15.01.2004 - dlo)
 
Printer IconShare Icon