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Freitag, 24.03.2017
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Zugriff auf wissenschaftliche Informationen ausreichend?

Internationale Umfrage signalisiert Wunsch nach sichergestellter Qualität

Die meisten Forscher weltweit sind der Meinung, dass sie guten oder ausgezeichneten Zugriff auf die von ihnen benötigten wissenschaftlichen und medizinischen Fachzeitschriften haben. Dies ergab eine internationale Befragung von 4.000 wissenschaftlichen und medizinischen Forschungsautoren aus 97 Ländern, die vom Centre for Information Behaviour and the Evaluation of Research (CIBER) an der City University von London durchgeführt wurde.
In der Umfrage wurden Autoren gebeten, ihre Zugriffsmöglichkeiten heute im Vergleich zu der Zeit vor fünf Jahren einzuschätzen. Über 75 Prozent waren der Ansicht, dass der Zugriff auf Fachjournale "besser" ist und mehr als 50 Prozent schätzten ihn als "viel besser", als vor fünf Jahren ein. In einer Zeit, in der mit Zugriffs- und Geschäftsmodellen experimentiert wird, soll die neue Umfrage den Grad der Zufriedenheit mit der Informationsversorgung unter den Forschungsautoren bestimmen.

Der Ausschuss für Wissenschaft und Technik des britischen Unterhauses hatte vor Kurzem einen Bericht vorgelegt mit dem Titel "Scientific Publications: Free for All?" (Wissenschaftliche Veröffentlichungen: Für alle kostenlos?), indem auch ein mögliche Verschlechterung beim Standard des Lektorats der Fachzeitschriften
angemerkt wurde: "Es besteht ein Risiko, dass Fachjournale mit geringerer Qualität vorhaben könnten, ihre Qualitätsansprüche etwas herabzusetzen, um gewinnbringend zu arbeiten."

"Die erste Studie ergab nicht nur, dass die meisten Forscher der Meinung sind, dass sie guten oder ausgezeichneten Zugriff auf wissenschaftliche Veröffentlichungen haben, sondern auch, dass die Qualität und die Integrität der wissenschaftlichen und medizinischen Veröffentlichungen für sie von höchster Bedeutung ist," so Graham Taylor vom britischen Autorenverband Publishers' Association, von dem die unabhängige Studie finanziert wurde.


Der Bericht kam zu folgendem Ergebnis: "Sie (die Autoren) möchten die Gewährleistung von Qualität und Integrität, die ein von Experten lektoriertes, sehr bedeutungsvolles Journal bieten kann, zusammen mit einem vernünftigen Angebot an Verleger-Service."

Die Autoren äußerten einige Bedenken über ein System, in dem Autoren für die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse zahlen müssten. Laut der CIBER-Umfrage waren viele Autoren der Meinung, dass die Qualität unter einem Modell mit zahlendem Autor leiden würde, statt sich zu erhöhen. "Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Mehrzahl der Autoren eher glaubten, dass eine geringere Anzahl von Artikeln bei uneingeschränktem Zugriff unter Open Access [Autor zahlt] abgelehnt werden würden," fügte Graham Taylor hinzu.
(The Publishers Association, 20.10.2004 - NPO)
 
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