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Dienstag, 24.01.2017
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Europas größtes Krebsregister in NRW

Detaillierte Datenerhebung für ganz Nordrhein-Westfalen

Münster wird ab April kommenden Jahres Standort des größten Krebsregisters in Europa. Ziel ist es eine landesweite Datenbank für Nordrhein-Westfalen mit Informationen über alle Tumorarten und Krebsfälle aufzubauen. Einem entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Birgit Fischer hat das Düsseldorfer Kabinett am 14. Oktober 2004 zugestimmt.
Krebszellen

Krebszellen

Fischer erhofft sich von der detaillierten Datenerhebung aller Krebsarten neue Erkenntnisse über Krebserkrankungen und neue Wege in Früherkennung, Behandlung und Nachsorge.

Im Regierungsbezirk Münster besteht bereits seit 1985 ein bevölkerungsbezogenes Register, in dem mittlerweile 90 Prozent aller neuen Krebsfälle erfasst werden. Daher soll Münster jetzt auch Standort für das neue Krebsregister für ganz Nordrhein-Westfalen sein, das am 1. April 2005 seine Arbeit aufnehmen wird. Alle gesichert diagnostizierten Krebserkrankungen in Nordrhein-Westfalen werden in dem erweiterten Register flächendeckend erfasst.

Wissenschaftlicher Leiter des Krebsregisters ist Prof. Dr. Hans-Werner Hense vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster. "Die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen als Träger und die Universität Münster haben in ihrer Zusammenarbeit den Aufbau des Krebsregisters für den Regierungsbezirk Münster stark nach vorn gebracht. In den über 15 Jahren, die das Krebsregister in seiner jetzigen Form existiert, ist eine Menge Expertise zusammengekommen", so Prof. Hense. Basierend auf diesen Erfahrungen und denen anderer Bundesländer haben er und seine Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium den Gesetzentwurf erarbeitet.


Nach Angaben der Landesregierung erkranken in Nordrhein-Westfalen jährlich 85.000 Menschen neu an Krebs. Mehr als 45.000 Frauen und Männer sterben landesweit in jedem Jahr an dieser Krankheit. Damit sind Krebserkrankungen - nach Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems - die zweithäufigste Todesursache.
(idw - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 15.10.2004 - DLO)
 
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