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Samstag, 25.03.2017
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Satelliten messen Wasserbilanz der Erde

Daten sollen Klimamodelle verbessern

Wissenschaftlern des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) ist es erstmalig gelungen, das Muster der jahreszeitlichen Veränderungen im Wasserbudget der Kontinente mit Satelliten zu erfassen. Mit diesen Ergebnissen können auch die bisherigen Klimamodelle entscheidend verbessert werden.
Satellit GRACE

Satellit GRACE

Messungen mit dem Geo-Satellitenduo GRACE zeigten, dass die größten saisonalen Schwankungen in den großen tropischen Flusseinzugsgebieten (Amazonas in Südamerika, Kongo und Niger in Afrika, Ganges und Bramhapoutra in Indien) und in den Flusseinzugsgebieten Sibiriens (Ob, Lena,Yenisei) staffinden. Die Ergebnisse zeigen, dass großräumige klimatologische Modelle der globalen und kontinentalen Wasserbilanz, die bisher nicht zufriedenstellend bekannt ist, mithilfe der GRACE-Daten entscheidend verbessert werden können.

Nach diesem ersten Erfolg mit der Messung hydrologischer Signale arbeiten GFZ-Wissenschaftler intensiv an der Aufdeckung weiterer Klimaindikatoren aus GRACE-Daten. Dies sind die großräumigen Zirkulationsmuster der Wassermassen in den Ozeanen mit ihrem für das Erdklima wichtigen Wärme- und CO2-Transport, Variationen der Eismächtigkeit in den antarktischen und grönländischen Eisschilden und Veränderungen in den Wassermassen der Ozeane.

Prof. Christoph Reigber, Direktor des Departments "Geodäsie und Fernerkundung" am GFZ Potsdam, sagte dazu: "Das GRACE- Wissenschaftlerteam am GFZ Potsdam konnte den Nachweis erbringen, dass mit GRACE umweltrelevante Prozesse aus dem Weltraum, die bisher messtechnischunzugänglich waren, mit globaler Abdeckung zu erfassen sind."


Seit März 2002 umkreisen die beiden Satelliten der amerikanisch-deutschen GRACE-Mission auf einer niedrigen Bahn die Erde. Aus den extrem genauen Abstandsmessungen zwischen beiden Satelliten können kleinste zeitliche Änderungen der Erdanziehung aufgelöst werden, die durch klimatisch bedingte Massenumlagerungen an der Erdoberfläche verursacht werden.

In diesem Kontext teilte Prof. Reigber zugleich mit, dass jetzt alle bisher prozessierten GRACE-Daten und die daraus berechneten Schwerefeldmodelle der breiten internationalen Wissenschaftlergemeinde über das deutsche und amerikanische GRACE-Datenzentrum zur Verfügung gestellt werden.
(GeoForschungsZentrum Potsdam, 16.08.2004 - NPO)
 
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