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Freitag, 10.02.2012
CITES: Besserer Schutz für Tropenhölzer
Staaten beschließen strenge Regeln für Handel mit Ramin-Holz
Dem unkontrollierten Handel mit dem in Asien, Europa und Nordamerika beliebten Tropenholz Ramin wird ein Riegel vorgeschoben: Die Weltartenschutzkonferenz CITES in Bangkok legte am 8. Oktober 2004 fest, dass das selten gewordene Holz und alle Produkte, die daraus hergestellt werden, nur noch unter strengen Auflagen gehandelt werden dürfen.

Orang-Utan
Orang-Utan
© IMSI Masterclips
Die riesige Nachfrage nach Ramin, das auch in Deutschland für Zierleisten, Möbel, Bilder- und Fensterrahmen verwendet wird, lässt die letzten Sumpf-Wälder Südostasiens schrumpfen. Dort leben auch die vom Aussterben bedrohten Orang Utans.

Volker Homes vom WWF freut sich, dass die jahrelange Arbeit von Umweltschützern aus aller Welt endlich Früchte getragen hat: „Der WWF hat sich auf der Artenschutzkonferenz speziell für den Schutz von Ramin ins Zeug gelegt. Die Holzmafia in Indonesien und Malaysia zerstört durch den illegalen Raubbau für den internationalen Ramin-Handel den Lebensraum der letzten Orang Utans.“

Auch Bundesumweltminister Juergen Trittin zeigte sich zufrieden: „Es ist eine erfreuliche Nachricht für den Tropenwald, dass der Handel mit Ramin-Holz nunmehr einer strengen Handelsaufsicht unterworfen wird. Das Washingtoner Abkommen hat sich einmal mehr beim Schutz gefährdeter Arten bewährt.“

Raubbau lässt Ramin-Handelsvolumen schrumpfen
Der WWF hatte im Vorfeld der Artenschutzkonferenz stärkere Handelskontrollen für alle rund 30 Ramin-Arten gefordert und unterstützte damit einen entsprechenden Antrag Indonesiens. Hintergrund der indonesischen Initiative: Skrupelloser Raubbau ließ das jährliche Ramin-Handelsvolumen in Indonesien innerhalb von zehn Jahren auf ein Siebtel schrumpfen – ein Beweis für den drastischen Rückgang der Ramin-Vorkommen.

Durch den heutigen CITES-Beschluss, der aller Voraussicht nach in der nächsten Woche vom Plenum der Konferenz besiegelt wird, können Ramin importierende Staaten künftig auf Nachhaltigkeitsprüfungen in den Exportstaaten bestehen. Bislang fehlten dafür die gesetzlichen Möglichkeiten. Volker Homes: „Die Behörden in Indonesien, Malaysia und Singapur müssen endlich viel konsequenter gegen die ‚Holzwäscher’ vorgehen. Und sie müssen die zahlreichen Schlupflöcher in ihrer Gesetzgebung schließen. Wir freuen uns, dass es bereits eine ‚Task Force’ der drei Länder gibt, die erste Schritte zum Sc
hutz von Ramin geht.“

Ramin ist eines der wichtigsten Exporthölzer Südostasiens. Die offiziell genehmigten Quoten für die Ramin-Produktion liegen allerdings weit niedriger als die tatsächlich ausgeführten Mengen. Die Überkapazitäten müssen folglich aus illegalen Quellen stammen. Der illegale Holzeinschlag macht nach Schätzungen des WWF in Indonesien mehr als 70 Prozent der abgeholzten Menge aus. In den Vereinigten Staaten entdeckte der Zoll kürzlich eine Ladung von 883.000 Billardstöcken aus illegalem Ramin. Auch in Deutschland sind zahlreiche Produkte aus Raminholz im Angebot. „Angesichts der vielen unklaren Quellen, aus denen das Ramin stammt, gehen wir davon aus, dass auch in hierzulande illegales Ramin verkauft wird“, warnt Volker Homes.
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