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Donnerstag, 29.09.2016
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Drache gewinnt Energie aus luftigen Höhen

Spezieller Kite wandelt Windenergie in Strom mum

Nicht Windräder, sondern ein fliegender Hightech-Drache könnte bald den Strom in unserem Steckdosen liefern. Schweizer Forscher haben das Konzept für einen stromerzeugenden Drachen entwickelt und bereits einen Protypen getestet. Jetzt gibt ihnen eine Förderung die Möglichkeit, ihr innovative Forschungsprojekt, Windenergie mit Hilfe eines Kites zu gewinnen, voranzutreiben.

Dieser Kurzfilm stellt das Kite-Projekt vor

Ein Kite, eine Spule und ein Kontrollpult. Das sind die Bestanteile einer neuen innovativen Methode zur Energiegewinnung. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Empa, der Fachhochschule Nordwestschweiz, der ETH Zürich und der EPFL verbindet das Grundkonzept eines Kites mit innovativer Technologie. Das Ziel: Strom aus Wind. Das ist zwar nichts Neues, schließlich wird heutzutage Strom bereits mit Windrädern produziert, allerdings erreichen diese nur eine Höhe von zirka 100 Metern.

Die Bodenstation: An den Kurbeln wird der Kite gehalten, während der Zug darauf in Strom umgewandelt wird.

Die Bodenstation: An den Kurbeln wird der Kite gehalten, während der Zug darauf in Strom umgewandelt wird.

Aus Bewegung entsteht Energie


Das Funktionsprinzip ist einfach: Der Hightech-Kite ist an Schnüren an den Spulen der Bodenstation befestigt. Der Kite steigt in luftige Höhe, dadurch entsteht Zug auf die Seile, die Spule setzt sich in Bewegung. Mittels elektromagnetischer Induktion wird aus dieser Bewegung elektrische Energie gewonnen. Hat der Kite seine maximale Höhe erreicht, zieht ihn die Spule wieder nach unten und er kann von neuem aufsteigen. Erste Tests mit einem Prototyp im Berner Jura waren bereits erfolgreich.

Ziel des Teams ist es nun, den "Twing" noch effizienter zu machen. Die Struktur basiert auf ultraleichten Tensairity-Balken, einer Kombination aus einem Stangengerüst mit einer luftgefüllten Membran. Das Ganze ähnelt einer Luftmattratze mit Gerüst und verleiht dem Drachen eine enorme Festigkeit. Der Drache soll auf Höhen bis zu dreihundert Meter aufsteigen, den sehr starken Windkräften Stand halten und vielleicht bald unsere Haushalte mit sauberem Strom aus luftiger Höhe versorgen.
(Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, 14.06.2013 - NPO)
 
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